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Tipp: Kompostieren bringt Gewinn

Kompostieren bringt viele Vorteile
Kompostieren bringt viele Vorteile

Wer Zuhause kompostiert spart nicht nur Geld und hat einen nährstoffreichen, wertvollen Dünger, sondern trägt auch dem aktiven Umweltschutz bei und fördert die Kleinstlebewesen und Nützlinge im Garten. Neben verwelkten Blumen und Kräutern, rohen Gemüse- und Obstresten (keine Zitrusfrucht-Überreste) und Eierschalen können Sie auch Tee- und Kaffeesätze, Mist von Tieren (keine chemischen Sachen z.B. Katzenstreu) und kleine Mengen an Zeitungspapier und Pappe (kein buntes oder Hochglanz Papier) kompostieren.

Pflanzenreste die von einem Pilz befallen sind, Asche-Reste, schwer verrottendes Laub (z.B. Kirschlorbeer, Walnuss, Eiche) und gekochtes Essen (besonders Fleisch und andere proteinhaltige Lebensmittelà locken Ratten etc. an) sollten jedoch nicht auf dem Kompost landen.

Wichtig ist es darauf zu achten, trockenes Material, wie z.B. vertrocknete Blumen, mit feuchtem Material, z.B. Rasenschnitt, zu vermischen. Im Gesamten sollte der Kompost nicht zu nass sein. Je nach Wetter und Bestandteilen des Komposts, kann die hergestellte Erde nach etwa einem ¾ Jahr verwendet werden.

Der Frühling ist die beste Jahreszeit um den nährstoffreichen Dünger an Beeten und Sträuchern zu verteilen. Bei der Kompostmiete oder offenen Kompostierung wird ohne Zwischenwände gearbeitet.

Das Kammersytem ist, wie der Name bereits schon sagt, in einzelne Kammer aufgeteilt und umschichtet. Dies ist ein Vorteil, um den Kompost richtig durchzumischen und den neuen und alten Kompost zu trennen.

Für die geschlossene Form, benötigen Sie einen Kompost aus Metall oder Plastik, diese sind im Handel erhältlich. Wie bereits oben schon erwähnt, sollte schwer verrottendes Laub bzw. zu viel Herbstlaub nicht auf den Kompost. Hierbei steht es ihnen zur Wahl, das Laub auf eine Deponie zu bringen oder zu Mulchen.

Holzabfälle müssen gehäckselt werden und können zur Abdeckung genutzt werden. Das Abdecken offener Erdflächen vermindert die Austrocknung, Erosion, Wildkrautwuchs und düngt außerdem.

Rasenschnitt eignet sich besonders gut für Sträucher. Gemulchtes Laub ist ebenfalls gut zur Abdeckung. Hierbei sollten Sie jedoch auf die Besonderheit achten.

Da Kastanienlaub oftmals von der Miniermotte befallen ist, sollte das Laub tief in den Kompost  damit die Ungeziefer auf Grund der hohen Rotte-Temperaturen absterben.

Sehr spannend ist es auch, anfallende Materialien, die keine Verwendung im Kompost finden, für die Gestaltung zu nutzen. Langhölzer, Baumstämme könnten z.B. als Abgrenzung der Gehölzrabatten verwendet werden und starke Äste vom Gehölzschnitt ergeben sehr naturnahe Totholzhaufen oder Wälle. Ein schönes Zuhause auch für Igel.

Baumstubben kann man als Unterbau für eine mit Erdsubstrat modellierte Erhöhung nutzen und Astmaterial ergibt in einem Hochbeet den Unterbau und zugleich Dünger.