Gemeinde Mühlenbecker Land

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Informationen zum Coronavirus

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Auf dieser Seite sammeln wir zentral verschiedenste Informationen zur aktuellen Entwicklung rund um das Coronavirus in unserer Gemeinde Mühlenbecker Land.

Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten

Abstandhalten ist das Gebot der Stunde

Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, werden zahlreiche Einschränkungen vorgenommen.

Behördengänge eingeschränkt

Die Verwaltung arbeitet nach einem internen Pandemie-Notfallplan. Dieser soll sicherstellen, dass die Gemeindeverwaltung als staatliche Regierungsbehörde handlungsfähig bleibt. Die Ansteckung von Mitarbeitern muss möglichst verhindert werden. Alle Verwaltungsfunktionen werden auf das Nötigste beschränkt. Bürger werden gebeten, sämtliche Behördengänge online oder telefonisch zu erledigen:

Gemeinsamer Appell der Kommunalpolitik


Zutrittsverbote & Schließungen

Seit dem 22.03. bis vrsl. 05.04.2020 gelten verschäfte, einheitliche Regelungen in ganz Brandenburg: Das Betreten öffentlicher Orte – Wege, Straßen, Plätze, Verkehrseinrichtungen, Grünanlagen und Parks – ist untersagt!

Ausnahmen gelten ...

  • für den Weg zur/von der Arbeit
  • für den Einkauf des täglichen Bedarfs
  • für dringend erforderliche Termine beim Arzt, Physio-/Psychotherapeuten, Blutspende sowie bei Behörden, Gerichten, Rechtsanwälten etc.
  • für den Besuch von Lebenspartnern oder Alten, Kranken, hilfbedürftigen Menschen sowie die Begleitung Sterbender (Beisetzung nur im engsten Familienkreis)
  • für Individual-Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie die Versorgung von Tieren (Gassi-Gehen)

Seit dem 16.03. sperrt die Gemeinde Mühlenbecker Land sämtliche kommunale Räumlichkeiten für den öffentlichen Betrieb. Seit dem 18.03. sowie verschärft ab dem 22.03. wurden auf Verordnung des Landes Brandenburg weitere Geschäfte und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Die Regelungen gelten bis vrsl. 19.04.2020.

Verboten/geschlossen sind:

Ausnahmen/geöffnet bleiben:

  • das Rathaus sowie alle kommunalen Räume
  • Spiel-/Sportplätze, Sporthallen, Jugendclubs
  • Zusammenkünfte in Vereinen, Volkhochschulen, Musikschulen
  • Veranstaltungen (auch privat) ab 50 Teilnehmern
  • Sport-/Freizeiteinrichtungen, Ausstellungen, Museen, Freizeit-/Tierparks, Kinos, Theater, Sporthallen, Schwimmbäder, Fitnessstudios
  • Dienstleister wie Frisöre, die engen Körperkontakt erfordern
  • Clubs, Bars, Kneipen sowie Gaststätten
  • Übernachtungsangebote für touristische Zwecke, Reisebusreisen
  • Lebensmittel-/Getränkemärkte
  • Abhol-/Lieferdienste
  • Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien
  • Tankstellen, Banken, Poststellen, Zeitungsverkauf
  • Bau-/Gartenmärkte, Tierbedarf, Großhandel
  • medizinisch notwendige Dienstleistungen wie bspw. Physiotherapie, medizinische Massagen
  • Handwerker und handwerksähnliche Gewerbe
  • der öffentliche Personennahverkehr
  • Tourismus: Dauercamper und Zweitwohnsitze

Für die genannten Ausnahmen gelten strenge Auflagen im Hinblick auf Hygiene, Abstandsregelungen, Vermeidung von Warteschlangen, beschränkte Öffnungszeiten und eingeschränkter Zugang für Privatersonen.

Einkaufs- und Lieferservice

Unkomplizierte Hilfe

Das Rathaus vermittelt seit dem 17.03.2020 zwischen hilfsbereiten, ehrenamtlichen Bürgern und Risikopersonen, die selbst ihren Einkauf nicht mehr bewältigen können oder wollen. Die Mitarbeiter stellen den Kontakt zwischen Hilfesuchenden und Helfenden her:

Liefer- und Abholservices

Daneben bieten mehrere Supermärkte, die örtlichen Apotheken sowie zahlreiche Gastronomiebetriebe in unserer Gemeinde mittlerweile einen Liefer- oder Abholservice an. Bitte informieren Sie sich direkt bei den Firmen.

Aktuelle Pressemitteilungen rund um die Krise

Raus aus der Einsamkeit

Raus aus der Einsamkeit

Artikel vom 27.03.2020

Das „Silbertelefon“ für vereinsamte oder isolierte Menschen ist in diesen schweren Zeiten von großer Bedeutung: 0800 470 8090, kostenfrei und anonym.

Keine Frage ist zu groß, kein Problem ist zu klein – kein Grund, damit allein zu sein! Das „Silbertelefon“ ist in der aktuellen Krise bundesweit erreichbar: Unter der Telefonnummer 0800 470 8090 können einsame Menschen mit einem vertraulichen Gesprächspartner über alles reden, was ihnen auf der Seele liegt. Die Rufnummer ist täglich zwischen 08 und 22 Uhr zu erreichen, kostenfrei und auf Wunsch auch anonym.

In der aktuellen Coronakrise können auch bei sonst noch sehr mobilen Senioren Isolationsgefühle, die Angst vor Einsamkeit und neue Ängste entstehen. Aber auch andere Altersstufen können zunehmend betroffen sein. Hier braucht sich keiner scheuen, die Nummer des Silbertelefones zu wählen. Leider ist das Angebot bisher außerhalb von Berlin erst wenig bekannt.

Einfach mal reden

Das bundesweit einmalige Angebot des Berliner Silbernetzwerk e.V. will vereinsamten Menschen aus ihrer Isolation heraushelfen. Um hier anzurufen, brauchen Sie keine Krise und kein Problem – der Wunsch zu reden genügt. Die Silbernetz-Freunde hören zu, nehmen Anteil, ermutigen und können auch viele Informationen geben.

Es gibt sogar die Möglichkeit, sich regelmäßig zu einer festen Uhrzeit von seinem Silbernetz-Freund oder seiner Silbernetz-Freundin anrufen zu lassen. Das ist persönlicher Kontakt und vertrauliches Gespräch – regelmäßig und zuverlässig. Die festen Mitarbeiter/innen wie auch die Freiwilligen im Freundschaftsdienst rekrutieren sich aus allen Teilen der Bevölkerung, auch interkulturell.

Das Ordnungsamt kontrolliert

Das Ordnungsamt kontrolliert

Artikel vom 26.03.2020

In Brandenburg gelten inzwischen strenge Regeln zum Aufenthalt in der Öffentlichkeit. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren mit Nachdruck.

„Das Betreten öffentlicher Orte wird bis zum 5. April 2020 (24 Uhr) untersagt. Öffentliche Orte (...) sind insbesondere öffentliche Wege, Straßen, Plätze, Verkehrseinrichtungen, Grünanlagen und Parks“, so steht es in §11 Abs. 2 der aktuellen Verordnung des Landes Brandenburg vom 22.03.2020. Wie ernst es dem Gesetzgeber mit diesen Regelungen ist, zeigt das mögliche Strafmaß, um das es hier geht: Bis zu 25.000 Euro Bußgeld kann der Staat einziehen; auch Geld- und Freiheitsstrafen sind möglich.

Schwerpunkt Wochenende

Im Mühlenbecker Land kontrollieren Polizei und Ordnungsamt in enger Absprache die öffentlichen Straßen und Plätze. Das Ordnungsamt des Rathauses wurde extra für diese Aufgabe durch erfahrene Kollegen aus anderen Abteilungen aufgestockt und wird zudem von den ausgebildeten Sicherheitspartnern unterstützt.

Insbesondere am Freitag und am Wochenende wird das Ordnungsamt intensiv auf die Straßen gehen und die Einhaltung der Verordnung kontrollieren. Natürlich agieren die Kollegen stets mit Augenmaß: „Wir möchten die Bürger ansprechen und sensibilisieren. Nötigenfalls sprechen wir auch Ermahnungen aus“, erklärt Ordnungsamtsleiterin Angela Müller. Bei Unbelehrbarkeit kann es jedoch auch zur Anzeige kommen.

Welche Regeln gelten?

Die seit dem 22. März gültige Eindämmungsverordnung wirft noch immer bei einigen Bürgern Fragen auf: Was darf ich eigentlich noch? Was ist verboten?

Wir empfehlen Ihnen, sich bei Unklarheiten einfach den Sinn und Zweck dieser Einschränkungen vor Augen zu halten: Alle diese Regeln dienen dazu, die Ausbreitung des Coronavirus so weit wie möglich auszubremsen. Wer selbst Risikoperson ist oder solche im näheren Bekannten- oder Familienkreis hat, dem muss die Brisanz kaum weiter erklärt werden ... Fragen Sie sich daher bitte stets: Wie kann ich mich so verhalten, dass der räumliche Abstand zwischen mir und meinen Mitmenschen möglichst gesichert ist?

Dazu noch ein paar allgemeine Hinweise:

  • Sämtliche Plätze, an denen gewohnheitsmäßig viele Menschen zusammenkommen (Spielplätze, Parks o.ä.), sind zu meiden oder das Betreten ist sogar ganz verboten.
  • Unvermeidbare Wege und Tätigkeiten bleiben weiterhin erlaubt (Arbeitsweg, Einkaufen, medizinische Versorgung, Nachbarschaftshilfe o.ä.). Bitte wägen Sie hier jedoch stets genau ab, achten Sie auf die Hygieneregeln und wahren Sie min. 1,5 Meter Abstand.
  • Zusätzlichen zu zahlreichen Geschäften wurden nun auch Dienstleistungen geschlossen, die engen Körperkontakt erfordern (Friseur, Massage o.ä.). Medizinisch notwendige Maßnahmen, die sich nicht verschieben lassen (Physiotherapie o.ä.), sind jedoch weiterhin zulässig.
  • Bei allen unvermeidbaren Ausnahmen gilt stets: Machen Sie sich bitte allein auf den Weg! Falls das nicht möglich ist, dürfen Sie sich nur von Mitgliedern Ihres eigenen Haushaltes oder maximal einer anderen Person begleiten lassen.

Kitakosten werden übernommen

Kitakosten werden übernommen

Artikel vom 26.03.2020

Gute Nachrichten: Die Kita-Elternbeiträge für Kinder ohne Notbetreuung werden für den Monat April ausgesetzt, darauf einigten sich gestern Land und Kommunen.

Seit Mitte März gilt ein Betretungsverbot für sämtliche Kitas, Horte und Schulen; seit diesem Mittwoch erstreckt es sich auch auf die Tagespflege. Nur Eltern, die in der sogenannten „kritischen Infrastruktur“ arbeiten, haben ein Anrecht auf eine Notbetreuung ihrer Kinder.

Um Eltern besser zu entlasten, die aufgrund der Krise nun ihre Kinder zuhause selbst betreuen müssen, einigten sich das Land Brandenburg und die Kommunen gestern Abend darauf, die Kita-Elternbeiträge für den Monat April auszusetzen. Dies gilt für alle Kinder, die (1.) zur Entrichtung von Elternbeiträgen verpflichtet sind und die (2.) NICHT in die Notfallbetreuung aufgenommen wurden.

Bitte Dauerauftrag aussetzen!

Das Mühlenbecker Land wird damit für April keine Beiträge einziehen. Wer per Dauerauftrag zahlt, sollte diesen rechtzeitig stoppen! Erinnerung: Bitte denken Sie auch daran, das Mittagessen bei den „Drei Köchen“ selbst zu regeln – dies läuft über eine privatrechtliche Vereinbarung zwischen Eltern und dem Caterer!

Der Städte- und Gemeindebund erläutert: „Die Regelung gilt ab dem 1. April 2020. Es erscheint zumutbar, dass im Monat März keine Beiträge zurückgezahlt werden. Die Elternbeitragsfreiheit gilt jeweils bis zum Ende des Monats, in dem die Notbetreuung bzw. die Betriebsschließung der Kindertagesstätten gilt. Damit dürfte auch eine Kompensation für die im März noch zu leistenden Zahlungen erreicht werden.“

Die Kommunen erhalten durch das Land Brandenburg eine Erstattung, um den Ausfall der Elternbeiträge aufzufangen – denn Personal- und Unterhaltskosten laufen im April trotz Betretungsverbot ja weiter.

Telefonnummern gegen Kummer

Telefonnummern gegen Kummer

Artikel vom 25.03.2020

Mit der sozialen Distanz in der Corona-Krise nehmen auch manche psychischen Probleme zu. Der Landkreis hat wichtige Hilfe-Telefonnummern zusammengefasst.

Mit der seit diesem Montag verschärften Eindämmungsverordnung und der damit einhergehenden weitreichenden Isolation vieler Menschen häufen sich beim Gesundheitsamt in Oberhavel Anfragen verunsicherter Bürgerinnen und Bürger. Denn mit der körperlichen Isolation geht auch die Einschränkung sozialer Kontakte einher. Einsamkeit, Angstgefühle und zunehmende Depressionen können die Folge sein. Andere fühlen sich von der bestehenden Ausnahmesituation überfordert, wenn sie zu Hause parallel Kinder betreuen, mit ihnen Schulaufgaben erledigen und zugleich mobil im Home-Office arbeiten müssen. Wieder andere plagen Sorgen um ihre wirtschaftliche Existenz. 

„Neben der körperlichen ist uns auch die psychische Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger in Oberhavel sehr wichtig", sagt Gesundheitsdezernentin Kerstin Niendorf. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die aktuelle Ausnahmesituation für uns alle neu ist. Nicht immer ist es einfach, diese Situation zu bewältigen. Gerade bereits belastete familiäre Situationen können durch die private Abschirmung und Quarantänesituation leicht überstrapaziert werden. Es ist deshalb wichtig, diejenigen zu unterstützen, die Hilfe brauchen." 

Oftmals hilft es sehr, über Probleme zu sprechen – über Ängste rund um das Virus, aber auch darüber hinaus. Der Landkreis Oberhavel hat deshalb eine ganze Reihe an Hilfsangeboten auf seiner Homepage zusammengestellt, bei denen Menschen mit Sorgen oder Nöten fachkundigen Rat finden können. Von der Telefonseelsorgeüber ein Elterntelefon bis zur „Nummer gegen Kummer" für Jugendliche sind viele spezifische Beratungsstellen mit ihren Kontaktmöglichkeiten aufgelistet. Darüber hinaus sind hier Beratungsstellen zu Wirtschaftsfragen und im Bereich Gesundheit zu finden.

Die Seite ist über den Link www.oberhavel.de/corona > "Coronavirus – Wichtige Telefonnummern" zu erreichen.

Landrat Ludger Weskamp ermutigt die Bürger, weiterhin Kontakt zu halten: „Der Alltag der Menschen in Oberhavel verändert sich aktuell rasant. Die Einschränkungen unserer gewohnten Freiheiten fällt uns nicht leicht. Doch gegen das neuartige Corona-Virus gibt es noch keinen Impfstoff. Deshalb ist der einzige wirksame Schutz im Moment: Abstand halten! Nur so kann sich unser Gesundheitswesen auf die steigenden Fallzahlen einstellen. Aber: Kontakte halten – das muss nicht immer nur auf dem persönlichen Weg geschehen. Auch mit einem Telefonat oder per Skype können wir gemeinsam Zeit verbringen, uns aufmuntern und austauschen. Bitte denken Sie auf diese Weise auch an diejenigen in unserem Landkreis, die sich gerade aufgrund der jetzt geltenden Einschränkungen noch mehr alleine fühlen. Halten Sie Abstand – aber halten Sie zusammen!"

Auch Tagespflege schließt

Auch Tagespflege schließt

Artikel vom 24.03.2020

Ab Mittwoch schließt nun auch Kindertagespflege – für Eltern bleibt die Notbetreuung; die Tagesmütter und -väter werden durch die Gemeinde unterstützt.

Das Land Brandenburg will nach den Kitas und Schulen nun auch die Kindertagespflegestellen schließen: Ab Mittwoch, 25. März 2020, müssen die selbstständigen Tagesmuttis und -vatis ihre Türen geschlossen halten, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen. Diese Schließung gilt nach aktuellem Stand ebenfalls bis 19. April.

Infos für Eltern

Wie schon bei der Schließung der Kitas und Schulen vergangene Woche, können auch Eltern der Tagespflegekinder die rechtliche Notbetreuung in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass BEIDE sorgeberechtigen Eltern in „kritischen Infrastrukturen“ arbeiten. Dabei ist unerheblich, ob die Tätigkeit innerhalb oder außerhalb Brandenburgs ausgeübt wird. Den entsprechenden Antrag stellen Eltern beim Landkreis:

  1. Antragsformular für die Notfallbetreuung ausfüllen, ausdrucken und unterschreiben
  2. Tätigkeit vom Arbeitgeber auf dem Antragsformular für die Notfallbetreuung im Feld "Arbeitgeber (AG)" durch Stempel und Unterschrift bestätigen lassen
  3. Formular per E-Mail an Kindernotbetreuung(@)oberhavel.de oder per Fax an 03301 601-80999 beim Landkreis Oberhavel einreichen

Hinweis: Für jedes sorgeberechtigte Elternteil ist ein gesondertes Antragsformular auszufüllen. Dennoch sollten Sie beide Antragsformulare möglichst gemeinsam an den Landkreis senden, so geht die Bearbeitung schneller. Der Landkreis Oberhavel stellt bei positivem Bescheid per Mail oder Fax eine Bescheinigung aus, die Eltern in der Notfallkita vorlegen müssen. Nur damit wird das Kind dort aufgenommen.

Notbetreuung in den Kitas

Die Notbetreuung für Kinder aus dem Mühlenbecker Land findet in den Kindertagesstätten der Gemeinde statt. Nach Stand vom 23.03. werden hier bisher bereits 87 Kinder betreut – verteilt auf alle Einrichtungen.

Für Nachfragen von Eltern zur Betreuung von Kitas und Schulen hat der Landkreis eine Telefon-Hotline unter der Nummer 03301 601-3400 eingerichtet. Die Hotline ist von Montag bis Freitag, 07.00 bis 18.00 Uhr, zu erreichen.

Unbürokratische Hilfe für Tagespflegeeltern

Kindertagespflege ist ein privates Gewerbe, das von der Kommune auf Basis eines Vertrages pro betreutes Kind bezuschusst wird. Allerdings erhalten Tagesmütter und -väter in der Regel ihr Geld nur dann, wenn sie auch tatsächlich Kinder betreuen.

Dies hält Bürgermeister Filippo Smaldino angesichts der aktuellen Lage für nicht akzeptabel: „In dieser Krise, in der wir uns befinden, lassen wir unsere Tageseltern nicht im Stich! Wir im Mühlenbecker Land werden die Finanzierung für die Kindertagespflege im April auf jeden Fall weiterlaufen lassen!“ Dies wird auch durch eine Empfehlung des MBJS getragen, welche die rechtlichen Grundlagen für eine solche Entscheidung regelt.

Geschäfte geschlossen

Geschäfte geschlossen

Artikel vom 19.03.2020

Seit Mittwoch hat die Landesregierung das öffentliche Leben stark eingeschränkt: Läden geschlossen, Veranstaltungen verboten, Spielplätze gesperrt. Ein Überblick ...

Mittwoch, der 18. März 2020, wird wohl in unsere Geschichte eingehen: An diesem Tag schlossen nicht nur Kitas und Schulen, sondern auch viele weitere Einrichtungen des öffentlichen Lebens.

Das Land Brandenburg hatte Dienstagnachmittag eine umfassende Rechtsverordnung erlassen, die empfindliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung trifft. Die Vorgaben gelten zunächst bis 19. April 2020 und umfassen im Einzelnen:

Veranstaltungen verboten!

Mit seiner Verordnung verbietet das Land Brandenburg seit Mittwoch alle „Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen“.

Generell sind zudem Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern komplett verboten. Dies gilt ebenso für private Veranstaltungen, seien sie öffentlich oder nicht-öffentlich. Wenn sich weniger als 50 Menschen zusammenfinden, muss zwingend eine Anwesenheitsliste geführt werden. Unter diese Regelung fallen auch Gottesdienste.

Einzelhandel und Ausflugsziele geschlossen!

Verkaufsstellen des Einzelhandels dürfen keinen Publikumsverkehr mehr haben. Auch „Tanzveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen“ sowie „Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Jahrmärkte, Freizeit- und Tierparks, Anbieter von Freizeitaktivitäten“ dürfen seit Mittwoch nicht mehr öffnen. Ebenso wie Sportanlagen, Schwimmbäder, Fitness- und Tanzstudios sowie öffentlich zugängliche Spielplätze und Spielflächen. Auch Einrichtungen der Jugendarbeit sind spätestens jetzt geschlossen.

Ausgenommen davon sind nach Angaben der Verordnung: „Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenmärkte, Tierbedarfshandel und Großhandel“ sowie „Dienstleister, Handwerker und handwerksähnliche Gewerbe“. Für diese Ausnahmen gelten jedoch strenge Auflagen im Hinblick auf Hygiene, Zutrittssteuerung und Vermeidung von Warteschlangen. Beispielsweise reglementiert Bauhaus in Birkenwerder inzwischen den Zutritt von Privatpersonen. Daneben dürfen diese Geschäfte nun auch an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr öffnen, um den Publikumsverkehr weiter zu entzerren.

Für Gaststätten gelten seit Mittwoch strenge Auflagen: Zwischen den Tischen müssen Abstände von mindestens 1,5 Metern gewährleistet werden. Zudem dürfen die Gaststätten nur noch zwischen 6 und 18 Uhr öffnen. Bars, Clubs, Diskotheken, Schankwirtschaften und Kneipen sind hingegen für den Publikumsverkehr komplett zu schließen. Auch Übernachtungsangebote dürfen ab sofort nicht mehr zu touristischen Zwecken genutzt werden. 

Alle Krankenhäuser bereiten sich zurzeit massiv auf den prognostizierten Ansturm vor. Zugleich werden die Besuchszeiten und Zutrittsrechte massiv eingeschränkt, um die Patienten zu schützen. Auch Pflegeeinrichtungen müssen Besuche von Angehörigen stark einschränken.

Download der Verordnung:
2020-03-17_Land Brb Verordnung_SARS-CoV-2-EindV.pdf

Rathaus vermittelt Einkaufshilfen

Rathaus vermittelt Einkaufshilfen

Artikel vom 17.03.2020

Ab sofort vermittelt das Rathaus zwischen Risikopersonen und ehrenamtlichen Helfern in der Corona-Krise. Zugleich stellt die Verwaltung um auf Notbetrieb.

Schnelle Hilfe in der Not – das ist das Wichtigste in dieser Zeit. Und so entschied Bürgermeister Filippo Smaldino am heutigen Dienstag kurzerhand, im Rathaus Mühlenbecker Land eine Vermittlungsstelle für Einkaufshilfe einzurichten.

Geholfen werden soll älteren oder besonders anfälligen Bürgern, die sich wegen einer möglichen Corona-Infektion derzeit von Menschenmengen fernhalten sollten. Doch auch diese Menschen brauchen Lebensmittel und weitere Dinge des täglichen Bedarfs. Was, wenn keine Angehörige oder direkten Nachbarn einspringen können? Hier helfen Ehrenamtliche.

Zentrale Einkaufshilfe-Vermittlung

Die Vermittlung zwischen Suchanfrage und Hilfsangebot läuft im Rathaus ab sofort über die zentrale Rufnummer 033056 841-156 oder über die Mail-Adresse: einkaufshilfe(@)muehlenbecker-land.de. Von Montag bis Donnerstag, 09.00 bis 12.00 und 13.00 bis 15.00 Uhr, sowie freitags von 09.00 bis 12.00 Uhr nehmen die Mitarbeiter Anrufe entgegen, notieren sich eine Rückrufnummer und stellen den Kontakt zwischen Hilfesuchenden und Helfenden her. Diese klären dann alles Weitere unter sich.

„Aus Berichten aus anderen Städten und gerade aus Italien haben wir diese Idee entwickelt. Damit wollen wir ältere Menschen und Menschen, die aufgrund einer Vorerkrankung besonders gefährdet sind, davor bewahren, sich dem Corona-Risiko auszusetzen“, sagt Bürgermeister Filippo Smaldino.

Rathaus im Notbetrieb

Gleichzeit reduziert die Gemeindeverwaltung ihre tägliche Arbeit zunehmend auf lebensnotwendige Aufgaben und schickt seit Dienstag immer mehr Mitarbeiter ins Home Office. Diese Maßnahmen folgen einem internen Notfall-Pandemieplan der Verwaltung, welcher auch in der Krise die Handlungsfähigkeit der Gemeindeverwaltung als Staats- und Regierungsbehörde gewährleisten soll.

„Aktuell haben wir in der Verwaltung drei Quarantäne-Fälle“, berichtet der Bürgermeister. Er rechnet damit, dass diese Zahl in der nächsten Zeit weiter steigen wird. Bis auf weiteres sollen stets nicht mehr als 50 Prozent der Belegschaft zur gleichen Zeit im Rathaus anwesend sein. „Um die Funktion der Verwaltung aufrecht zu erhalten, müssen wir sicherstellen, dass die zuständigen Kollegen und ihre Stellvertreter nicht zeitgleich im Rathaus arbeiten und sich im Notfall auch gegenseitig vertreten können“, fasst Smaldino zusammen. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Bonk wird ab Mittwoch erst einmal ihren Urlaub nachholen – fernab von Menschenmengen selbstverständlich.

Bereits seit Montag sind sämtliche Eingänge zum Rathaus verschlossen. Bürgerinnen und Bürger wurden gebeten, sämtliche Behördengänge online oder telefonisch zu erledigen. Die Mitarbeiter im Rathaus sind per E-Mail unter gemeinde(@)muehlenbecker-land.de oder von Montag bis Freitag, 08.00 bis 16.00 Uhr, unter der zentralen Telefonnummer 033056 841-0 zu erreichen.

Weitere Schließungen

Die Polizei Hennigsdorf ließ am Montag verlauten, dass sie ihre regelmäßige Sprechstunde im Mühlenbecker Land ebenfalls bis auf weiteres aussetzt. Bitte nutzen Sie für Anfragen das Bürgertelefon 0700-3333 0331. Bei Notfällen wählen Sie bitte weiterhin die 110.

In Reaktion auf die gestern veröffentlichten neuen Leitlinien von Bund und Ländern wird das Mühlenbecker Land nach kommunalen Gebäuden und Sportplätzen nun auch alle kommunalen Spielplätze schließen. Auch wenn dies für viel Kinder bedauerlich sein wird, war es ja grade nicht Sinn der Kita- & Schulschließungen, dass sich hier in den nächsten schönen Tagen zahlreiche Familien versammeln.

Unterdessen erwarten wir weitere Weisungen des Landkreises zu Schließungen in der Gastronomie und im Einzelhandel sowie ein Verbot von Gottesdiensten. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Blutspenden in der Corona-Krise

Blutspenden in der Corona-Krise

Artikel vom 17.03.2020

Es gibt kaum noch genug Blutkonserven, dabei kann trotz Corona-Krise gespendet werden. Das Rote Kreuz warnt vor einer Versorgungslücke.

Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden. Auch in Zeiten der Grippewelle, grassierender Erkältungen und des neuartigen Coronavirus (Covid–19), benötigen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Das Rote Kreuz warnt: Sollten in den kommenden Tagen nicht genug Blutspenden eingehen, wäre die Versorgung „innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert“.

Bitte spenden Sie weiterhin!

Der Blutspendedienst Nord-Ost rief alle gesunden Bürger dringend zu Blutspenden auf. Bei einer Blutspende bestehe kein gesteigertes Risiko einer Coronainfektion, es seien zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen worden. Gerade in der derzeitigen Frühphase der Epidemie in Deutschland seien zahlreiche Spenden wichtig, weil die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung noch vergleichsweise begrenzt sei.

In der Coronakrise arbeitet der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nach eigenen Angaben mit Hochdruck an einer Sicherung der Patientenversorgung mit Spenderblut. Derzeit sei die Versorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten „noch auf niedrigstem Niveau gesichert“, erklärte der medizinische Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, Torsten Tonn, am Montag in Berlin. Dies könne sich aufgrund der weiteren Ausbreitung des Erregers und den zunehmenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Teilen des Landes aber „in kurzer Zeit grundlegend ändern“. Sollten in den kommenden Tagen nicht genug Blutspenden eingehen, wäre die Versorgung „innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert“.

Liste der nächsten Termine:

Termin.pdf

Kann ich Blut spenden?

Prinzipiell gilt, wie auch während Grippezeiten: Sie können spenden, wenn Sie sich gesund und fit fühlen. Darüber hinaus werden Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen generell nicht zur Blutspende zugelassen. Sollten Sie den Verdacht haben, sich mit Coronavirus infiziert zu haben, kommen Sie nicht auf den Blutspendetermin, sondern konsultieren Sie einen Hausarzt. Auf unserem Blutspendetermin testen wir Sie nicht auf das neuartige Coronavirus.

Nach Auslandsaufenthalten gibt es häufig Sperrfristen bis zur nächsten Blutspende. Abhängig von Reiseziel, Aufenthaltsdauer und Reisezeit reichen diese Wartezeiten von vier Wochen bis zu sechs Monate nach Rückkehr. Reiserückkehrer aus folgenden Regionen werden für vier Wochen nach Rückkehr zurückgestellt:

  • Europa: Italien, Frankreich - Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne), Österreich (Bundesland Tirol), Spanien (Madrid),
  • Asien: Iran, China (Provinz Hubei, inkl. Stadt Wuhan), Südkorea (Provinz Gyeongsangbuk-do, Nord-Gyeongsang),
  • Amerika: USA (Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York)

Spendewillige, die Kontakt zu einem an Coronavirus-Erkrankten oder zu einem Verdachtsfall hatten, werden für vier Wochen nach Exposition von der Blutspende zurückgestellt. Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, müssen für drei Monate nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt werden.

Das DRK hat für Sie alle Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema zusammengefasst. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an die Kolleginnen und Kollegen des Service-Centers unter 0800 11 949 11. Wenn Sie sich krank fühlen oder Verdacht auf Coronavirus besteht, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an den Kassenärztlichen Notdienst 116117.

Regelungen zur Notfallbetreuung

Regelungen zur Notfallbetreuung

Artikel vom 16.03.2020

Wenn Mittwoch Kitas und Schulen schließen, erhalten Kinder von Personal der kritischen Infrastruktur Notfallbetreuungsplätze. Was Eltern tun müssen:

Der Landkreis Oberhavel informiert: Die Kinderbetreuungsstandorte schließen vorerst bis zum Ende der Osterferien (19.04.2020). Für Kinder von Personal der kritischen Infrastruktur werden Notfallbetreuungsplätze vorgehalten.

Eine Notfallbetreuung wird ermöglicht für Kinder, die Krippen, Kindergärten, Horte und andere bedarfserfüllende Angebote (z. B. Spielkreise und integrierte Ganztagsschulen) besuchen und deren sorgeberechtigen Eltern in kritischen Infrastrukturen arbeiten. Dabei ist unerheblich, ob die Tätigkeit innerhalb oder außerhalb Brandenburgs ausgeübt wird.

Antrag auf Notfallbetreuung

Um einen dieser Betreuungsplätze zu erhalten, ist Folgendes zu tun:

  1. Antragsformular für die Notfallbetreuung ausfüllen, ausdrucken und unterschreiben
  2. Tätigkeit vom Arbeitgeber auf dem Antragsformular für die Notfallbetreuung im Feld "Arbeitgeber (AG)" durch Stempel und Unterschrift bestätigen lassen
  3. Formular per E--Mail oder Fax beim Landkreis Oberhavel einreichen: Dafür stehen ausnahmslos zur Verfügung die E-Mail-Adresse Kindernotbetreuung(@)oberhavel.de oder die Faxnummer: 03301 601-80999.

Der eingereichte Antrag ist Grundlage für eine vom Landkreis Oberhavel auszustellende Bescheinigung, mit der die Notfallbetreuung zugelassen wird. Nur mit dieser Bescheinigung erhalten Sie Zugang zu einem Notfallbetreuungsstandort, im Regelfall Ihren aktuellen Betreuungsstandort. Die Bescheinigung wird Ihnen per E-Mail oder per Telefax zugesandt.

Achten Sie bitte darauf, für jedes sorgeberechtigte Elternteil ein gesondertes Antragsformular auszufüllen. Bitte senden Sie beide Antragsformulare möglichst gemeinsam an den Landkreis Oberhavel. So tragen Sie dazu bei, dass Ihnen die Bescheinigung zügig zugesandt werden kann. Alleinerziehende mit alleinigem Sorgerecht werden gebeten, das entsprechende Kreuz im Formular zu setzen. Sie müssen nur ein Formular einreichen.

Wichtige Hinweise

OHNE vorliegende Bescheinigung des Landkreises wird kein Kind in die Notbetreuung aufgenommen!

Achtung Falschinfos: Sollten Sie keinen Notfallbetreuungsplatz benötigen oder eine Ablehnung erhalten, müssen Eltern im Mühlenbecker Land selbstständig beim Caterer Drei Köche das Mittagessen ihrer Kinder abbestellen, da sie selbst einen privatwirtschaftlichen Vertrag mit dem Caterer haben! Es wird keine zentrale Abbestellung durch die Gemeinde vorgenommen.

Der Landkreis ist nicht weisungsbefugt gegenüber den Tagespflegestellen, daher gelten diese Angaben nicht für die private Tagespflege. Die Entscheidung über Offenhalten oder Schließung liegt im eigenen Ermessen der Tagesmütter und -väter.

Wie die OVG mitteilt, wird zudem ab Mittwoch der Busverkehr auf die üblichen Ferienfahrzeiten umgestellt. Schulbusse entfallen daher.

Ziel: Möglichst wenig Kinder

Wie der Landrat noch einmal betonte, dienen die Schließungsmaßnahmen dazu, in den nächsten Wochen möglichst wenig Kinder in den Einrichtungen zu haben, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen bzw. Infektionsketten zu unterbrechen. Der Landkreis will daher streng prüfen. Sofern mehr berechtigte Betreuungsanfragen vorliegen, als Plätze vorhanden sind, behält sich der Landkreis Oberhavel, ggf. auch nachträglich, eine Priorisierung vor.

Bitte prüfen Sie eingehend im Vorfeld einer Antragstellung, welche Betreuungsbedarfe sich durch Ihr soziales oder familiäres Umfeld sicherstellen lassen. Verzichten Sie jedoch bitte auf die Sicherstellung der Betreuung durch die Großeltern, sofern sie zur gefährdeten Gruppe gehören. Die Notfallbetreuungsplätze sind begrenzt und sollten dem Personenkreis zur Verfügung gestellt werden, der keine anderen Möglichkeiten der Versorgung hat.

Info-Hotline für Betreuungsfragen

Alle wichtigen Punkte wurden durch den Landkreis noch einmal in einem Eltern-Anschreiben zusammengefasst:

Für Nachfragen von Eltern zur Betreuung von Kitas und Schulen hat der Landkreis eine Telefon-Hotline unter der Nummer 03301 601-3400 eingerichtet. Die Hotline ist am Montag (16.03.2020) von 15.00 bis 20.00 Uhr und am Dienstag (17.03.2020) von 07.00 bis 18.00 Uhr zu erreichen. Weitere Zeiten für die kommenden Tage werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Schließung von Rathaus und Veranstaltungsorten

Schließung von Rathaus und Veranstaltungsorten

Artikel vom 16.03.2020

Der Bürgermeister informiert: Die Gemeinde Mühlenbecker Land schließt ab sofort das Rathaus, sämtliche Gemeinderäume und die Sportplätze. Sprechstunde nur noch telefonisch.

„Wir befinden uns in einer Krise und müssen nun mit Ruhe, Besonnenheit und Fachkompetenz vorgehen“, appelliert Bürgermeister Filippo Smaldino. Die Gemeindeverwaltung Mühlenbecker Land folgt in ihrem Vorgehen einem internen Pandemie-Notfallplan für die Verwaltung, der systematisch abgearbeitet wird. Dieser dient dazu, die Handlungsfähigkeit der Verwaltung als Staat- und Regierungsbehörde sicherzustellen.

Rathaus wird verschlossen

Seit Montag, 16. März 2020, um 12 Uhr, besteht ein generelles Betretungsverbot für alle Räume, Sportplätze und Gebäude der Gemeinde Mühlenbecker Land. Der Alt- und Neubau des Rathauses sind ab sofort verschlossen. Der Bürgermeister möchte damit verhindern, dass die Handlungsfähigkeit der Gemeindeverwaltung durch eventuelle Quarantänemaßnahmen eingeschränkt wird.

Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sämtliche Behördengänge online oder telefonisch zu erledigen. Die Mitarbeiter im Rathaus sind per E-Mail unter gemeinde@muehlenbecker-land.de oder unter der zentralen Telefonnummer 033056 841-0 zu erreichen. Diese Nummer ist bis auf weiteres von Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr, freigeschaltet. In unaufschiebbaren Notfällen können die Sachbearbeiter einen individuellen Termin mit Bürgern vereinbaren.

Veranstaltungen

Das Zutrittsverbot umfasst gleichfalls alle kommunalen Räume, Gebäude und Sportplätze der Gemeinde. Davon betroffen sind sämtliche Veranstaltungen, egal ob privat, gewerblich oder die kommunalen Gremien, sowie der Trainingsbetrieb in den Sporthallen und auf den Plätzen zunächst bis einschließlich 19. April 2020. Auch die Jugendclubs, die Sitzungen der Ortsbeiräte in dieser Woche sowie die Ausschusssitzungen in 14 Tagen sind davon betroffen.

Die Freiwillige Feuerwehr sagte bereits Ende letzter Woche sämtliche Osterfeuer, Feste und auch die allgemeinen Ausbildungseinsätze ab. Der Fortbetrieb der Feuer- und Rettungswachen muss unter allen Umständen gesichert werden.

Informationen über die Pressestelle

„Für den Bevölkerungsschutz ist bei uns der Landkreis Oberhavel zuständig“, erläutert Smaldino. Er bittet um Verständnis, dass das dortige Gesundheitsamt das Rathaus selbst über Fallzahlen oder Quarantänemaßnahmen oft erst zeitgleich mit der Presse informiere. „Sobald wir relevante Informationen erhalten, geben wir diese über unsere Pressestelle an die Bürger weiter. Natürlich ist diese ganze Situation unglaublich dynamisch.“

Filippo Smaldino warnt speziell davor, den vielzähligen Nachrichten von Privatpersonen in sozialen Netzwerken etc. ungeprüft zu vertrauen. Sowohl die Gemeinde Mühlenbecker Land (www.muehlenbecker-land.de) als auch der Landkreis (www.oberhavel.de) und die Landesministerien (www.brandenburg.de) arbeiten z.T. sieben Tage pro Woche und geben nach Absprache fortlaufend aktuelle Nachrichten zentral über ihre Pressestellen heraus.

Bei den meisten Maßnahmen – von Veranstaltungsabsagen bis hin zu Betretungsverboten – geht es darum, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. „Nach aktuellen Schätzungen nehmen 80 Prozent der Bevölkerung immer mehr Einschränkungen im Alltag in Kauf, um 20 Prozent zu schützen“, zeigt der Bürgermeister auf. „Dazu zählt auch, dass wir alle privat auf nicht lebensnotwendige Kontakte verzichten. Bitte achten Sie in nächster Zeit besonders auf sich und auf Ihr Verhalten. Gehen Sie an die frische Luft, achten Sie auf Ihre Gesundheit, halten Sie die bekannten Hygieneregeln ein. Ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger bitten, lassen Sie uns in dieser Krise zusammenstehen!“

Veranstaltungen trotz Pandemie?

Veranstaltungen trotz Pandemie?

Artikel vom 13.03.2020

Diese Frage stellen zurzeit viele: Soll ich Veranstaltungen oder Aktivitäten absagen? Was ist noch tolerierbar? Der Landkreis gibt Empfehlungen, auch für Privatfeiern.

Bund und Land spitzen ihr Maßnahmenpaket zur Eingrenzung der aktuellen Corona-Pandemie zu. Auch der Landkreis Oberhavel erließ eine neue Allgemeinverfügung (12.03.2020). Diese gibt u.a. Leitlinien für private, öffentliche und gewerbliche Veranstalter vor.

Damit sind im Landkreis Oberhavel ab sofort Veranstaltungen ab einer zu erwartenden Zahl von Teilnehmenden von mindestens 1.000 Personen generell untersagt!

Ab einer Anzahl von 100 Teilnehmenden sollen Veranstaltungen nur noch dann stattfinden, wenn sie dringend erforderlich sind. In diesem Fall gilt zudem eine unverzügliche Anzeigepflicht: Angegeben werden müssen die Kontaktdaten des Veranstalters (Name, Anschrift, Telefon), Veranstaltungsort und -zeit, die erwartete Teilnehmerzahl und die Art der Veranstaltung (öffentlich, geschlossene Räume, unter freiem Himmel). Diese Meldungen sind per E-Mail an die Adresse: corona.veranstaltungen@oberhavel.de oder per Post an den Landkreis Oberhavel, Fachbereich Gesundheit, Havelstraße 29, 16515 Oranienburg zu richten.

Auch bei Veranstaltungen mit weniger Teilnehmenden sollten grundsätzlich eine genaue Risikoabwägung getroffen werden. Dies gilt egal ob 10, 30 oder 90 Teilnehmer erwartet werden. Berücksichtigt werden sollte dabei sowohl die Art und der Ort der Veranstaltung als auch die Frage, woher die Gäste einer Veranstaltung kommen und welche Auswirkungen eine mögliche Ansteckung haben könnte. Sportliche Aktivitäten erhöhen das Risiko einer Tröpfcheninfektion ebenso wie körperliche Nähe oder Interaktionen zwischen den Teilnehmenden. Hilfestellung bei der Risikoabschätzung gibt bspw. das Robert-Koch-Institut: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risiko_Grossveranstaltungen.html

Was passiert beim Verdacht auf Corona?

Was passiert beim Verdacht auf Corona?

Artikel vom 12.03.2020

Die Kreisverwaltung informiert: Weiter nur ein positiver Fall in Oberhavel / Neue Festlegungen für Veranstaltungen vom Land Brandenburg / Aufruf zu Berliner Clubs

Nach wie vor gibt es im Landkreis Oberhavel lediglich eine nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Person. Die Zahl derjenigen Personen, für die das Gesundheitsamt eine 14-tägige häusliche Isolation angeordnet hat, liegt aktuell bei 16.

„Eine häusliche Isolation wird immer dann angeordnet, wenn ein begründeter Verdachtsfall vorliegt oder Personen direkten Kontakt mit einer nachweislich mit dem SARS CoV2-Virus infizierten Person hatten", erläutert Amtsarzt Christian Schulze.

Begründete Verdachtsfälle bestehen dann, wenn Personen aus einem der vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiete zurückkehren (www.rki.de) oder direkter Kontakt (mindestens 15 Minuten Face-to-Face- Kontakt mit weniger als einem bis zwei Metern Abstand) mit einer nachweislich infizierten Person bestand und symptomatisch sind. Symptome sind trockener Husten, Fieber und/oder andere Anzeichen eines grippalen Infekts zeigt. Das Zusammentreffen dieser Faktoren ist zwingend notwendig.

„Ziel unserer Arbeit ist weiterhin die Eindämmung der Virusinfektionen. Es gilt, bei positiv getesteten Fällen schnell zu reagieren, Kontaktpersonen ausfindig zu machen und diese zu isolieren. Es sollen Infektionsketten möglichst schnell unterbrochen werden", sagt Gesundheitsdezernentin Kerstin Niendorf.

Bei Verdacht

Wer den Verdacht hat, erkrankt zu sein, sollte nicht unangemeldet in eine hausärztliche Sprechstunde gehen. Es ist ratsam, beim Hausarzt oder auch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 anzurufen. Die Ärzte werden gezielt nach Symptomen fragen und den Betroffenen gegebenenfalls bei einem Hausbesuch untersuchen beziehungsweise nach der (offiziellen) Sprechstunde in die Praxis bestellen.

Ansprechpartner in akuten Fällen sind die Oberhavel Kliniken. Patienten müssen sich vorher unbedingt telefonisch anmelden und benötigen ihre Krankenkassenkarte.

Tests werden aktuell immer dann durchgeführt, wenn ein begründeter Verdachtsfall vorliegt, dass eine Person sich mit dem SARS CoV2-Virus infiziert hat und die Person Symptome aufweist, die einer Corona-Infektion entsprechen könnten. Das Gesundheitsamt des Landkreises Oberhavel führt keine Tests durch.

Für Großveranstaltungen hat das Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg für den heutigen Mittwoch landeseinheitliche Regelungen angekündigt. Veranstalter sollten darüber hinaus grundsätzlich eine genaue Risikoabwägung treffen. Berücksichtig werden sollte dabei sowohl die Art und der Ort der Veranstaltung als auch die Frage, woher die Gäste einer Veranstaltung kommen und welche Auswirkungen eine mögliche Ansteckung haben könnte. „Die Vorsichtsmaßnahmen dienen dem Schutz der Bevölkerung. Die Übertragungsrisiken von Infektionen bei größeren Veranstaltungen sind nicht zu vernachlässigen", mahnt Landrat Ludger Weskamp.

Aktueller Aufruf

Nachdem bekannt wurde, dass ein Großteil der in Berlin verzeichneten Infektionen auf Besuche der Clubs „Trompete“ und "The Reed" zurückzuführen sind, häufen sich auch beim Gesundheitsamt Oberhavel die telefonischen Anfragen von möglicherweise Betroffenen. Amtsarzt Christian Schulze bittet daher Personen, die am 27.02.2020 den Club „The Reed" oder am 29.02.2020 den Club „Trompete" besucht haben und Krankheitsanzeichen verspüren, sich an die Hotline des Gesundheitsamtes zu wenden.

Das Infotelefon unter der Rufnummer 03301 601-3900 ist auch am kommenden Wochenende von 10.00 bis 14.00 Uhr besetzt. Darüber hinaus gelten die bekannten Sprechzeiten: Montag bis Freitag von 08.00 bis 15.00 Uhr.

Etwa 300 Anfragen hat das Gesundheitsamt in den vergangenen Tagen beantwortet. Die Anrufe kamen insbesondere aus Oberhavel, teils aber auch aus ganz Brandenburg und aus Berlin.

Sommerfeste abgesagt

Sommerfeste abgesagt

Artikel vom 11.03.2020

Das Mühlenbecker Land zieht Konsequenzen aus der aktuellen Unsicherheit rund um das Corona-Virus: Gleich vier große Veranstaltungen werden abgesagt.

In der Gemeinde Mühlenbecker Land sind alle Gemeindefeste bis zu den Sommerferien 2020 abgesagt. Diese Entscheidung traf der Bürgermeister Filippo Smaldino in Absprache mit allen vier Ortsvorstehern und dem Vereinsvorstand der Historischen Mönchmühle. Betroffen sind im Juni das gemeindeweite Rathausfest, das Mühlenbecker Pfingst-Mönchmühlenfest und der Schönfließer Sommer sowie das Zühlsdorfer Heidefest im Juli.

Mitmenschen schützen

„Wir erleben aktuell eine Zeit großer Unsicherheit; wir wissen nicht, wo es hingeht. Daher haben wir beschlossen, rechtzeitig Konsequenzen zu ziehen“, erklärt Bürgermeister Smaldino. Das Mühlenbecker Land folgt damit der Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums, auf Veranstaltungen mit großen Menschenmengen zu verzichten. Das oberste Ziel ist es, die Ausbereitung des Corona-Virus zu verlangsamen.
„Als Gemeinde haben wir eine Verantwortung gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern. Auch wenn nach wie vor 80 Prozent aller Erkrankungen mit dem Virus milde verlaufen, so ist es doch unsere Pflicht, insbesondere ältere oder anfällige Mitmenschen zu schützen“, so Smaldino.

Verschoben, nicht aufgehoben

Die Entscheidung, diese vier Feste abzusagen, ist sehr schade – vor allem für jene, die bereits seit Monaten an den Vorbereitungen arbeiten. „Wir rechnen schon jetzt mit erhöhten Auflagen des Gesundheitsministeriums. Sicherheit geht vor. Würden wir jetzt mit den Vorbereitungen fortfahren und müssten dann kurzfristig doch absagen, wäre dies gegenüber den vielen ehrenamtlichen Helfern nicht fair“, erläutert Gemeindesprecherin Rita Ehrlich. „So viele engagierte Menschen, Vereine und Künstler hatten uns schon ihre Unterstützung zugesagt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!“

Sobald sich die Situation entspannt, sollen die Feste allerdings nachgeholt werden – notfalls in kleinerem Rahmen. „Verschoben ist nicht aufgehoben“, versichert der Bürgermeister. Insbesondere das geplante „Jugendfestival“ – für das schon mehrere Bewerbungen vorliegen – und das alljährliche „Seniorencafé“ liegen ihm sehr am Herzen.

Sicherheit im Rathaus

Unterdessen erarbeitet die Verwaltung einen situationsspezifischen Notfallplan: Wie können auch unter einer möglichen Quarantäne lebensnotwendige Rathausfunktionen aufrechterhalten werden? Zudem erließ der Bürgermeister für seine Mitarbeiter und Verwaltungsangestellten die offizielle Empfehlung, auf unbestimmte Zeit auf das Händeschütteln zu verzichten, um das Risiko zu minimieren. Bürger werden dafür um Verständnis gebeten.

Wer Fragen und Sorgen rund um das Corona-Virus hat oder auch selbst überlegt, geplante Veranstaltungen abzusagen, wende sich gern an die eigens eingerichtete Info-Hotline des Landkreises: 03301 601-3900 (Mo–Fr 08–15 Uhr / Sa–So 10–14 Uhr) oder per E-Mail an ges.corona(@)oberhavel.de

Erster Corona-Fall in Oberhavel

Erster Corona-Fall in Oberhavel

Artikel vom 03.03.2020

Erster Corona-Erkrankter im Landkreis wird häuslich isoliert. Ein zentrales Info-Telefon für Bürgerfragen rund um das Virus ist eingerichtet: 03301 601-3900.

Im Landkreis Oberhavel wurde am Montagabend der erste Corona-Fall nachgewiesen. Der 51-jährige Mann hatte sich nach einer Reise nach Südtirol mit grippalen Symptomen wie Fieber und Husten in einer Oberhaveler Rettungsstelle vorgestellt und war dort positiv auf das Virus getestet worden.

„Der Mann befindet sich in einem stabilen Zustand. Er hatte sich zuvor in der vergangenen Woche zu einer Urlaubsreise in Südtirol aufgehalten“, informiert Amtsarzt Christian Schulze: „Nachdem er positiv auf das Virus getestet wurde, hat das Gesundheitsamt umgehend eine häusliche Isolation für die infizierte Person angeordnet.“ Das Gesundheitsamt recherchiert derzeit die Kontakte des Mannes und die Infektionskette. Das Oberhaveler Gesundheitsamt hatte außerdem umgehend das Potsdamer Gesundheitsministerium über den Fall in Kenntnis gesetzt und notwendige Maßnahmen abgestimmt.

Info-Telefon für Bürgerfragen

Der Landkreis Oberhavel hat für Bürgerfragen rund um das neuartige Corona-Virus ein zentrales Infotelefon eingerichtet. Das Infotelefon ist ab sofort unter der Rufnummer 03301 601-3900 montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr zu erreichen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes informieren unter der Hotline zu allen Fragen rund um das Virus.

Nachfragen können auch per E-Mail an das Gesundheitsamt des Landkreises gerichtet werden. Die Mailadresse lautet: ges.corona(@)oberhavel.de. Auch auf der Webseite des Gesundheitsamtes sind zusätzlich aktuelle Informationen für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Ärzteschaft Oberhavels verfügbar: www.oberhavel.de/Bürgerservice/Gesundheit

Der Landkreis Oberhavel verfügt wie alle Landkreise und Städte in Deutschland über einen Seuchenalarmplan und ist für solche medizinischen Notfälle gewappnet. Zudem hat das Gesundheitsamt die Maßnahmen, insbesondere zum Meldewesen, intensiviert und steht in engem Kontakt mit dem Landesministerium, dem Robert-Koch-Institut, dem Rettungsdienst, der Polizei und den Kliniken in Oberhavel.

Handlungsempfehlungen

Typische Symptome für eine Infektion sind hohes Fieber und trockener Husten. Zu den untypischen Beschwerden zählen Schnupfen und Halskratzen. In Anbetracht der Grippesaison ist es für den Laien fast unmöglich, eine „Selbstdiagnose“ zu stellen. Daher sollten insbesondere Bürgerinnen und Bürger, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu einem nachweislichen Erkrankungsfall hatten, nach Reiserückkehr mit dem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. 

Wer den Verdacht hat, erkrankt zu sein, sollte nicht in eine öffentliche Sprechstunde gehen, wo er möglicherweise weitere Menschen ansteckt. Es ist ratsam beim Hausarzt oder auch beim Gesundheitsamt (Info-Telefon) anzurufen. Die Ärzte werden gezielt nach Symptomen fragen und den Betroffenen ggf. bei einem Hausbesuch untersuchen beziehungsweise nach der offiziellen Sprechstunde in die Praxis bestellen. Solange eine Erkrankung nicht ausgeschlossen ist, sollten diese Personen Kontakt zu zahlreichen anderen Menschen meiden, um eine Übertragung auf andere zu vermeiden. 

Der wichtigste Übertragungsweg für das Coronavirus ist die Tröpfcheninfektion. Dabei werden die Coronaviren durch infizierte Menschen über Tröpfchen in die Luft abgegeben und durch nicht infizierte Menschen eingeatmet. Deshalb ist zur Vermeidung einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus auf eine gute Husten- und Nies-Etikette und persönliche Händehygiene zu achten. Beim Husten oder Niesen sollten Sie sich wegdrehen und zu anderen Personen mindestens den Abstand von einem Meter einhalten. Am besten in ein Einwegtaschentuch niesen, das anschließend entsorgt wird. Ist kein Taschentuch zur Hand, kann auch in die Armbeuge gehustet oder geniest werden. Ebenfalls sollte Abstand zu Erkrankten gehalten werden. In Anbetracht der Grippewelle sind diese Maßnahmen zurzeit sowieso angezeigt.

 

Häufig gestellte Fragen

Für den Schutz der Bevölkerung ist bei uns der Landkreis Oberhavel als Katastrophenschutzbehörde zuständig. Über aktuelle Maßnahmen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die dazu vorgenommen werden, informiert der Landkreis über seine Webseite – www.oberhavel.de/corona

Blutspende

Blutspende

Weiterhin gilt: Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden. Die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes benötigen dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Es besteht kein gesteigertes Risiko einer Coronainfektion; zusätzliche Schutzmaßnahmen werden ergriffen.

Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen werden generell nicht zur Blutspende zugelassen. Nach Auslandsaufenthalten gibt es Sperrfristen bis zur nächsten Blutspende. Spendewillige, die Kontakt zu einem an Coronavirus-Erkrankten oder zu einem Verdachtsfall hatten, werden für vier Wochen nach Exposition von der Blutspende zurückgestellt. Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, müssen für drei Monate nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt werden.

Das DRK hat Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema zusammengefasst. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an die Kolleginnen und Kollegen des Service-Centers unter 0800 11 949 11

Fallzahlen & Risikogebiete

Fallzahlen & Risikogebiete

Die aktuellen Fallzahlen – weltweit, in Deutschland, Brandenburg und/oder im Landkreis Oberhavel – werden auf diversen Webseiten regelmäßig aktualisiert dargestellt. Eine Auswahl:

Friedhöfe

Friedhöfe

Im Mühlenbecker Land sind die Friedhöfe weiterhin für Grabbesucher geöffnet. Bitte wahren Sie den nötigen Abstand von min. 1,5 Metern zu anderen Personen.

Lediglich die Trauerhallen sind geschlossen. Beerdigungen werden weiterhin durchgeführt, allerdings nur noch in kleiner Runde im engsten Familienkreis.

Auch der Friedwald Mühlenbecker Land führt weiterhin Begräbnisse durch. (Stand 25.03.2020)

Hochzeiten

Hochzeiten

Trauungen im Ratssaal in Mühlenbeck sind bis auf weiteres ausgesetzt. Es kann jedoch weiter im Standesamt Glienicke geheiratet werden. Auch hier ist bei der Zeremonie der Kreis der Gäste auf das Brautpaar und einzelne weitere Gäste stark beschränkt. (Stand 25.03.2020)

Kontakt Standesamt:

Kita, Schule, Tagespflege & Notbetreuung

Kita, Schule, Tagespflege & Notbetreuung

Vom 18.03. bis vrsl. 19.04.2020 besteht ein Betretungsverbot für sämtliche Kitas, Horte und Schulen. Seit dem 25.03. gilt dies auch für die Kindertagespflege.

Eltern, die in kritischen Infrastukturen arbeiten, haben ein Anrecht auf eine Notbetreuung.

Polizei

Polizei

Die Polizei Oberhavel strich ihre persönliche Sprechstunde in Mühlenbeck. Bitte nutzen Sie für Anfragen an die Polizei das Bürgertelefon 0700 3333-0331 sowie bei Notfällen die 110 und die 112.

Schutz vor Ansteckung

Schutz vor Ansteckung

Wie man sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen kann, darüber informiert die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung:

Das Robert-Koch-Institut hat ein Informationsbuletin über die Ziele und Strategien von Infektionsschutzmaßnahmen veröffentlicht, das regelmäßig aktualisiert wird:

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es gibt nur wenige Studien zur Frage, ob das Coronavirus Schwangere besonders gefährdet. Bei den bisher untersuchten Neugeborenen COVID-positiver Mütter konnte kein Nachweis einer Übertragung erbracht werden. Es gibt Einzelfallberichte, bei denen sich das Neugeborene nach der Geburt angesteckt haben könnte. (Quelle: Robert-Koch-Institut, Stand 23.03.2020)

In den Kliniken in Oberhavel und Berlin werden alle medizinisch notwendigen Untersuchungen in der Schwangerschaft weiterhin durchgeführt. Es darf aber zu Ultraschalluntersuchungen etc. keine Begleitperson mitgebracht werden. Lediglich zur Geburt ist nach Rücksprache eine Begleitperson zugelassen, sofern diese Person gesund ist. Auf den Wochenbettstationen wird der Besuchsverkehr in den Kliniken ebenfalls stark eingeschränkt. Geburtsvorbereitungskurse werden vorerst nur noch online durchgeführt. (Stand 26.03.2020)

Mehr Infos bei der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: www.dggg.de/news/covid-19-kreisssaalempfehlungen-der-dggg-und-faq-fuer-schwanger-des-gbcog-1192

Test auf Virusinfektion

Test auf Virusinfektion

Haben Sie einen begründeten Verdacht, am Coronavirus erkrankt zu sein, dann begeben Sie sich bitte selbstständig möglichst schnell in eine häusliche Quarantäne, um weitere Ansteckungen zu verhindern! Telefonieren Sie mit Ihrem Hausarzt oder rufen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst an:

  • Telefon: 116 117 (ohne Vorwahl)

Es gibt inzwischen mehrere Abstrichstellen im Landkreis Oberhavel, an denen auf das Virus getestet wird. Dort wird allerdings nur getestet, wer zwei Voraussetzungen erfüllt:

  1. Es müssen Symptome vorliegen, die eindeutig auf eine Coronainfektion hinweisen.
  2. Die Person muss sich entweder in einem Risikogebiet (nach Robert-Koch-Institut) aufgehalten haben ODER direkten Kontakt zu einer bereits positiv getesteten Person gehabt haben.

Nur wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, wird der Test durch das Gesundheitsamt Oberhavel angewiesen. Leider reichen zurzeit die Kapazitäten in den Testlaboren nicht aus, um auch Personen im weiteren Kontaktkreis, z.B. Kontaktpersonen von Kontaktpersonen, zu testen. Ganz wichtig ist: Abstriche sind in den Praxen, ebenso wie in den Rettungsstellen, nur nach vorheriger Terminvergabe möglich. Die Termine werden über die Hausärzte und das Gesundheitsamt koordiniert. (Stand 27.03.2020)

Für gesundheitliche Fragen können Sie sich auch an des Infotelefon im Gesundheitsamt des Landkreises wenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes informieren unter der Hotline zu allen medizinischen Fragen rund um das Virus:

  • Telefon: 03301 601-3900
    Montag bis Freitag, 08.00 – 15.00 Uhr
    sowie am Wochenende, 10.00 – 14.00 Uhr
  • E-Mail: ges.corona(@)oberhavel.de

Veranstaltungen

Veranstaltungen

Kommunale Veranstaltungen und Sitzungen sind bis auf weiteres, mindestens bis zum 19.04.2020, abgesagt oder werden auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch die Freiwillige Feuerwehr sagte ihren Ausbildungsbetrieb und sämtliche Veranstaltungen ab.

Seit dem 18.03.2020 gilt in Brandenburg ein generelles Veranstaltungsverbot ab 50 Teilnehmern. Bei weniger Teilnehmern müssen – auch im Privatbereich – Teilnehmerlisten für das Gesundheitsamt geführt werden.

 

Wichtige Kontaktadressen

Wichtige Telefonnummern

Hotline zu Fragen nach Kita & Schule
... für Fragen nach Kitaschließungen, Fern-Unterricht, Notbetreuung etc.

Verwaltung des Landkreises Oberhavel:

  • Telefon: 03301 601-3400
    Montag bis Freitag, 07.00 – 18.00 Uhr


Zentrale Infotelefone zu Gesundheitsfragen
... für Fragen nach Symptomen, Infektions-Tests, Quarantänemaßnahmen etc.

Gesundheitsamt des Landkreises Oberhavel:

  • Telefon: 03301 601-3900
    Montag bis Freitag, 08.00 – 15.00 Uhr
    sowie am Wochenende, 10.00 – 14.00 Uhr
  • E-Mail: ges.corona(@)oberhavel.de

Corona-Bürgertelefon des Landes Brandenburg:

Gesundheitsministerium des Bundes:

  • Telefon: 030 3464 65100
    Montag bis Donnerstag, 08.00 – 18.00 Uhr, sowie Freitag, 08.00 – 12.00 Uhr

Weitere Hilfs- und Kontaktmöglichkeiten

Seelsorge: Sorgen- und Hilfetelefone für Kinder und Erwachsene

Corona-Seelsorgetelefon
... gemeinsames Angebot der Notfallseelsorge/Krisenintervention Berlin, der Kirchlichen Telefonseelsorge und der Krankenhausseelsorge

  • Telefon: 030 / 403 665 885
    Montag bis Sonntag, 08.00 – 18.00 Uhr

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" 

  • Telefon: 0800 / 011 6016
    Montag bis Sonntag, 00.00 – 24.00 Uhr

Hilfetelefon "Sexueller Missbrauch"

  • Telefon: 0800 / 225 5530
    Montag/Mittwoch/Freitag, 09.00 – 14.00 Uhr, sowie Dienstag/Donnerstag, 15.00 – 20.00 Uhr
  • Online-Beratung für Jugendliche: www.save-me-online.de

Hilfetelefon "Schwangere in Not"

  • Telefon: 0800 / 4040 020
    Montag bis Sonntag, 00.00 – 24.00 Uhr

"Nummer gegen Kummer" für Jugendliche

  • Telefon: 116 111 (ohne Vorwahl)
    Montag bis Samstag, 14.00 – 20.00 Uhr

Kinder- & Jugendnotdienst Oberhavel

  • Telefon: 03301 / 851-0

Kinderschutz im Mühlenbecker Land

  • Telefon: 0162 / 137 8018
    Nadja Antonczik koordiniert die Kinderschutzarbeit im Mühlenbecker Land

"Nummer gegen Kummer" für Eltern

  • Telefon: 0800 / 111 0550
    Montag bis Freitag, 09.00 – 11.00 Uhr, sowie Dienstag/Donnerstag, 17.00 – 19.00 Uhr

Erziehungs- & Familienberatung Oberhavel

  • Telefon: 03301 / 530 107

Opferhilfeverein "Weißer Ring"

  • Telefon: 116 006 (ohne Vorwahl)
    oder Mobil: 0151 / 5516 4717

Gesundheit: Ärzte, Patientenberatung, Arbeits-/Verbraucherschutz

Ärztlicher Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung:
... bei medizinischen Fragen und Infektionsverdacht

  • Telefon: 116 117 (ohne Vorwahl)
    Montag bis Sonntag, 00.00 – 24.00 Uhr

Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD):

  • Telefon: 0800 011 7722
    Montag bis Freitag, 08.00 – 22.00 Uhr, sowie Samstag, 08.00 – 18.00 Uhr

Beratung für Gehörlose und Hörgeschädigte beim Bund:

Arbeits- & Verbraucherschutz beim Land Brandenburg:

  • Telefon: 0331 8683-777
    Montag bis Freitag, 09.00 – 15.00 Uhr

Arbeit, Soziales, Frauen & Familie beim Land Brandenburg (MSGIV):

 

 

Wirtschaft: für Gewerbetreibende, Arbeitgeber und -nehmer

Wirtschaftsförderungsgesellschaft WInTO GmbH:

Wirtschaft, Arbeit und Energie beim Land Brandenburg (MWAE):

Wirtschaftsförderung beim Land Brandenburg (WFBB):

Industrie- & Handelskammer Potsdam (IHK):

Wirtschaftsministerium des Bundes:
... für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus 

  • Telefon: 030 18615 1515
    Montag bis Freitag, 09.00 – 17.00 Uhr
  • Hotline zu Fördermaßnahmen: 030 18 615 8000
    Montag bis Donnerstag, 09.00 – 16.00 Uhr

Örtliche Arbeitsagentur:
... zur Beantragung von Kurzarbeitergeld

Bundesagentur für Arbeit:

  • Unternehmerhotline: 0800 45555 20

Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beim Bund (BAFA):
... für Fragen zu Ausnahmegenehmigungen 


weitere Hinweise und Ansprechpartner beim Landkreis: