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Reaktivierung der Heidekrautbahn auf ihrer Stammstrecke

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Auf historischer Schiene durch das Mühlenbecker Land

Verlängert bis 10. Mai 2018: Die aktuelle Online-Petition der KAG für die Inbetriebnahme der Heidekrautbahn nach Wilhelmsruh bis 2021 und ihre Verlängerung nach Gesundbrunnen - www.openpetition.de


Über die "Heidekrautbahn"

Die Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB) betreibt quer durch das Mühlenbecker Land die Regionalbahnlinie RB27 von Berlin-Karow/ Gesundbrunnen über Schönerlinde, Schönwalde, Basdorf, Zühlsdorf, nach Schmachtenhagen. Diese Strecke wird im Allgemeinen als "Heidekrautbahn" bezeichnet.

Früher fuhr die Heidekrautbahn jedoch eine andere Strecke: 1901 in Betrieb genommen, fuhr die Heidekrautbahn von Berlin-Wilhelmsruh über Blankenfelde, Schildow, Muhlenbeck und Schonwalde nach Basdorf, wo sie sich verzweigt. Mit dem Bau der Berliner Mauer wurde der Bahnhof Wilhelmsruh geschlossen und die Strecke in diesem Bereich abgebaut.

"JA" zur Stammstrecke

Seit vielen Jahren engagieren sich Politiker und Kommunen, darunter die dafür, die ursprungliche Verbindung Richtung Berlin-Wilhelmsruh fur den Personenverkehr wieder aufzunehmen. Neben der Wiederinbetriebnahme der Strecke selbst kämpfen die Befürworter auch für eine Verlängerung der Strecke mit Anschluss an den Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen.

In den letzten Jahren wurde bereits eine umfangreiche grundlegende theoretische, konzeptionelle und planerische Vorarbeit geleistet. Mehrere Gutachten bestätigen, dass die Reaktivierung der Heidekrautbahn auf ihrer Stammstrecke von großem volkswirtschaftlichen Nutzen sei. Fakten und Vorteile der Reaktivierung wurden u.a. von der NEB zusammengefasst und veröffentlicht.

Zur Broschüre:  Fakten zur Reaktivierung der Stammstrecke

Zum Film:  3D-Simulation der reaktivierten Stammstrecke

Mehr Infos auch unter www.NEB.de/stammstrecke oder www.region-heidekrautbahn.de (KAG)

Auszüge aus der Berichterstattung

07.03.2018: NEB im Interview

Aktuell läuft eine Online-Petition für die Reaktivierung der Heidekrautbahn durch das Mühlenbecker Land. Aber was erwartet uns da eigentlich?

Schon fast 20 Jahre lang engagiert sich die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) „Region Heidekrautbahn“ gegen den zunehmenden Verkehrsinfarkt. Das Mühlenbecker Land ist seit 1999 Mitglied im KAG. Auf mehrfachen Beschluss der Gemeindevertretung setzt sich auch unsere Gemeinde für die Reaktivierung der Heidekrautbahn auf ihrer Stammstrecke durch das Mühlenbecker Land ein.

Das Land Brandenburg sendete zuletzt sehr positive Signale, daher habe die KAG beschlossen „jetzt noch mal richtig Druck zu machen!“, erklärt Vorsitzender Dietmar Seefeldt. In ihrer aktuellen Online-Petition fordern die Gemeinden, den Ausbau der Heidekrautbahn (RB 27) über Wilhelmsruh nach Gesundbrunnen unverzüglich zu beginnen. Erstunterzeichner waren neben Seefeldt auch die Bürgermeister der Gemeinden Mühlenbecker Land, Glienicke/Nordbahn, Wandlitz, Oranienburg, Liebenwalde und Schorfheide sowie Detlef Bröcker, Geschäftsführer der NEB. Seit Mitte Februar werben großformatige Plakate an unseren Straßen für die Unterschriftensammlung auf www.openpetition.de. Das Ziel von 5.000 Unterzeichnern soll bis spätestens 31. März erreicht werden.

NEB im Interview: Was erwartet uns?

Das Hauptargument, dass die neue Verbindung eine Entlastung für den allmorgendlichen Pendlerverkehr nach Berlin bringe, ist kaum von der Hand zu weisen. Dennoch halten sich Befürchtungen, gerade bei den direkten Anwohnern der Strecke. Rita Ehrlich, Pressesprecherin im Rathaus, sprach darüber mit Holger Reimann von der NEB Vertriebsgesellschaft.

Einige Anwohner fürchten erhöhte Lärmbelastung, wie sie es derzeit an manchen Wochenenden bei den Sonderfahrten der Heidekrautbahn erleben.

„Die Wiederaufnahme des Personenverkehrs bedingt eine grundhafte Instandsetzung der Strecke. Dies bedeutet, dass die Gleisanlagen auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und damit gegenüber dem heutigen Zustand deutlich verbessert werden. Unabhängig davon werden entlang der gesamten Strecke Schallschutzuntersuchungen stattfinden, in denen die zukünftige Lärmemission simuliert werden. Hier werden bereits die zukünftig eingesetzten Fahrzeuge berücksichtigt: Dies werden Dieselleichtriebwagen sein, wie sie bereits heute auf der Heidekrautbahn verkehren. Sollten dabei an einzelnen Streckenpunkten die gesetzlich zugelassenen Schallemissionen überschritten werden, werden an diesen Stellen aktive Lärmschutzmaßnahmen am Gleiskörper oder in bestimmten Fällen auch passive Lärmschutzmaßnahmen an den Gebäuden durchgeführt. Dies ist aber an der Heidekrautbahn bisher nirgendwo der Fall, denn durch die grundhafte Modernisierung der Schienen und dem Einsatz moderner leiser Triebwagen ergibt sich ein ganz anderes Leistungs- und Emissionsbild, als es heute mit den lauteren und auch schwereren Dieselloks der Fall ist.“

Was für Züge werden dann auf unserer Strecke fahren?

„Zum Fahrzeug können wir Ihnen noch nicht so viel sagen, da das auch davon abhängt, was der VBB im Verkehrsvertrag für Vorgaben macht. Es ist aber anzunehmen, dass die gleichen Fahrzeuge auf der Stammstrecke verkehren werden, wie sie auf der bisherigen RB 27 zum Einsatz kommen. Es wird sich entweder um Dieseltriebwagen handeln oder um Elektrotriebwagen auf Basis eines Brennstoffzellenantriebs, wenn dieses Projekt umgesetzt werden kann. Es handelt sich in jedem Fall um Fahrzeuge in der heutigen Größe mit ca. 150 Sitzplätzen, die entsprechend dem Standard der heutigen Fahrzeuge ausgestattet sind.“

Auch im Mühlenbecker Land müssen mehrere Straßenübergänge und Haltepunkte ertüchtigt werden. Was kommt da auf uns zu?

„Abhängig von der Bestellung durch die Länder Brandenburg und Berlin geht die NEB derzeit von einer Bedienung im Stundentakt mit Verkehrszeiten in Analogie zur RB 27 aus. Die Straßenkreuzungen mit der Heidekrautbahn erhalten in der Regel eine technische Sicherung durch Schrankenanlagen. Bei der Ertüchtigung und Sicherung der Bahnübergänge ist immer auch der jeweilige Straßenlastbauträger involviert, das wäre in Ihrem Fall die Gemeinde. Auch bei den Haltepunkten sind die Gemeinden dann gefragt, wenn es darum geht, Zuwegungen, Park- and Ride-Möglichkeiten, Fahrradabstellplätze und ähnliches zu schaffen. Hier hat die NEB aber gute Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden gemacht.“

Mehr Infos

Weiterführende Infos bieten u.a. die Webseiten www.openpetition.de sowie www.neb.de. Gern steht Ihnen auch Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus in der Virtuellen Sprechstunde für Fragen zur Verfügung: www.muehlenbecker-land.de/de/aktuelles-beteiligung/virtuelle-sprechstunde

22.01.2018: Das Ziel scheint greifbar

Noch nie war das Ziel so greifbar nah wie heute, trotzdem müssen noch eine Menge Weichen bis zur Reaktivierung der Heidekrautbahn gestellt werden. 

Am Donnerstag, 18.01.2018, waren sich ausnahmsweise alle Parteien des Berliner Abgeordnetenhauses im Verkehrsausschuss einig: Die Reaktivierung der Heidekrautbahn von Basdorf nach Wilhelmsruh soll weiter vorangebracht werden.

Oberstes Ziel soll es sein, dem immer weiter ansteigenden Verkehrskollaps entgegen zu wirken, indem autofahrende Pendler zum Umsteigen auf die Schiene bewegt werden.

Derzeit gibt es werktags rund 270.000 Pendler zwischen Berlin und Brandenburg und dies mit steigender Tendenz.

Wie der aktuell politisch positiv wehende Wind aus Berlin auch nach Brandenburg gelenkt und vor Ort positiv genutzt werden kann, um die Reaktivierung der Heidekrautbahn wenigstens punktuell kurz- bzw. mittelfristig zu realisieren, darüber berieten sich Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus und Fachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky am 22. Januar mit Sven Tombrink, Prokurist der Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft (NEB).

„Wir lassen nicht mehr locker und werden gemeinsam mit der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Heidekrautbahn (KAG) und dem Landkreis den politischen Druck auf die Länder Berlin und Brandenburg erhöhen. Ich bin zuversichtlich, die Heidekrautbahn wird perspektivisch kommen, schon im Kontext unseres Klimaschutzkonzeptes muss dies geschehen" sagte Bürgermeister Smaldino-Stattaus.

23.11.2017: Demo für die Heidekrautbahn

Ministerin Kathrin Schneider stellt sich der Diskussion um die Reaktivierung der Heidekrautbahn auf ihrer alten Stammstrecke. Die Veranstaltung am 27.11.2017 ist öffentlich.

„Wir haben die einmalige Chance, der Ministerin klar zu machen, dass wir die Heidekrautbahn auf ihrer Stammstrecke brauchen,“ freut sich Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus auf die öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung am Montag, 27.11.2017, ab 18 Uhr im Goldenen Löwen Wandlitz (Breitscheidstr. 18).

Das Treffen unter dem Titel „Mobilität und Verkehrsinfrastruktur in unserer Region“ findet auf Einladung der Landtagsabgeordneten Britta Müller (SPD) und des SPD-Ortsvereins Wandlitz statt. Zahlreiche Bürger und Politiker der Region – auch aus dem Mühlenbecker Land – werden vor Ort sein. Sie fordern von Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, ein eindeutiges Bekenntnis für die Wiedereröffnung der Stammstrecke bis Wilhelmsruh.

Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus kündigte bereits an, seine Redezeit zu nutzen, um der Ministerin die Vorteile dieser Verbindung darzulegen. Auch von NEB-Vorstand Detlef Bröcker erhofft man sich dabei tatkräftige Unterstützung.

Aufruf zur Demo in Wandlitz

Je zahlreicher die Bürger vor Ort den Forderungen Nachdruck verleihen, desto besser stehen die Chancen, die Ministerin zu überzeugen. Der Vorstand der SPD Mühlenbecker Land ruf daher zugleich zu einer Demonstration vor dem Goldenen Löwen auf, welche bereits 17 Uhr beginnt. Anschließend hoffen alle Beteiligten auf eine rege Beteiligung vieler Bürger an der anschließenden Diskussionsveranstaltung.

Die Weiterführung der Heidekrautbahn-Stammstrecke von Schönwalde über Mühlenbeck, Schildow, Blankenfelde, Rosenthal, Wilhelmsruh nach Gesundbrunnen, würde dem Mühlenbecker Land eine weitaus schnellere Nahverkehrsanbindung nach Berlin bringen; und eine Entlastung der gemeindlichen Hauptverkehrsadern, wovon alle Bürger der Gemeinde profitieren.

17.11.2017: Gemeindevertretersitzung verschoben

Die nächste Sitzung der Gemeindevertreter im Mühlenbecker Land wurde auf den 28.11. verlegt. Am 27.11. geht es stattdessen u.a. um die Reaktivierung der Heidekrautbahn.

Die Sitzung der Gemeindevertreterversammlung (GV) wurde von Montag auf Dienstag, den 28. November 2017, um 18:30 Uhr im Bürgersaal, Franz-Schmidt-Straße 3, OT Schildow verschoben.

Thema „Mobilität und Verkehr“ am Montag

Der ursprünglich angesetzte Termin musste einem Treffen mit Kathrin Schneider weichen, der Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus, Kommunalpolitiker und Bürger der Gemeinde werden sich am Montag gemeinsam mit der Kommunalen Arbeitsgruppe (KAG) und der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) erneut intensiv für die Reaktivierung der alten Stammstrecke der Heidekrautbahn einsetzen.

Das Treffen unter dem Titel „Mobilität und Verkehrssituation in der Region“ ist öffentlich und findet ab 18:00 Uhr im Goldenen Löwen, Breitscheidstraße 18, 16348 Wandlitz statt. Der Schwerpunkt liegt dabei klar auf einer verbesserten Anbindung des Mühlenbecker Lands. Möglich wurde der Termin durch das Engagement der Landtagsabgeordneten Britta Müller (SPD).

01.09.2017: Treffen im Betriebshof Basdorf

Betriebshof der NEB in Basdorf

Die Reaktivierung der Heidekrautbahn ist ein wichtiges Thema für Bürgermeister Smaldino-Stattaus. Auf dem Betriebshof in Basdorf fand nun ein Treffen statt.

Da die Reaktivierung des Stammastes der Heidekrautbahn von Basdorf über Mühlenbeck, Schildow nach Wilhelmsruh bis Gesundbrunnen eine prioritäre Aufgabe für den Bürgermeister darstellt, ist die Verwaltung seit Jahren bemüht, das Thema auf allen Ebenen anzusprechen und für die Realisierung des Projektes zu werben. 

In diesem Kontext fand am 31.08.2017 auf dem Betriebshof der NEB in Basdorf ein Arbeitsgespräch mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Zierke (Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Digitale Infrastruktur), dem Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Daniel Kurth (SPD) des Landtages Brandenburg, Vertretern aus den Kreisverwaltungen Oberhavel und Barnim sowie Bürgermeistern aus den benachbarten Gemeinden statt.

Es wurde vereinbart, im Spätherbst ein weiteres Arbeitstreffen mit den entscheidenden Akteuren der beiden Bundesländer Berlin und Brandenburg durchzuführen.

26.04.2017: Workshop der NEB "JA zur Heidekrautbahn"

Am 3. Mai 2017 lädt die AG Heidekrautbahn ab 17 Uhr zu einem öffentlichen Workshop in den Gemeindesaal Mühlentreff in Mühlenbeck ein. 

Das Thema der Veranstaltung lautet „Die Heidekrautbahn + Mobilität im ländlichen Raum – Maßnahmen und Ansprüche der Kommunen“. Besonders berücksichtigt werden die Schwerpunkte „Öffentlicher Nahverkehr“ und „Fahrrad“.

Auf dem Programm stehen die Punkte:

  • Statement der Bürgermeister der Gemeinden Wandlitz (Dr. Jana Radant) und Mühlenbecker Land (Filippo Saaldino-Stattaus)
  • NEB – Film „Reaktivierung der Heidekrautbahn“ und aktueller Stand (NEB = Niederbarnimer Eisenbahn-Gesellschaft)
  • KAG – Aufgaben und Vorstellung der neuen Initiative
  • Sammlung und Erörterung von Vorschlägen für gemeinsame Aktivitäten (KAG = Kommunale Arbeitsgemeinschaft "Heidekrautbahn)

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Weitere Infos: www.region-heidekrautbahn.de

05.01.2016: Förderung der Stammstrecke wird verschoben

Das Landesamt für Bauen und Verkehr hat die mittelfristig geplante „Förderung des brandenburgischen Teils der NEB-Stammstrecke Abzweig Schönwalde-Berlin“ vorerst gestoppt.

Begründet wurde dieser Schritt mit der „Unklarheit der Streckenführung“ und „unklaren Kosten“. Für den Kreis Oberhavel und die Gemeinde Mühlenbecker Land, die die Reaktivierung der früheren Stammstrecke immer wieder gefordert hat, ist dies keine gute Nachricht.

Auf Bitten von Bürgermeister Smaldino-Stattaus hat Landrat Ludger Westkamp nun sein Befremden über diese Entscheidung in einem Brief an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung zum Ausdruck gebracht.

In dem Schreiben vom Dezember 2015 heißt es: „Ich sehe dies gerade in einer Zeit, in der man tragfähige Lösungen zur Sicherheit von Mobilität in Gebieten mit erheblichem Bevölkerungswachstum händeringend sucht, als absolut falsches Signal.“ Weiter wird das Ministerium aufgefordert, die vorliegenden Kosten-Nutzen-Analysen noch einmal „in Hinblick auf eine an den tatsächlichen komplexen Entwicklungen orientierten Verkehrspolitik nochmals zu beurteilen“.

13.02.2017: Wie weiter mit der Heidekrautbahn?

Labitzky, Smaldino-Stattaus und Sven Tombrink (v.l.n.r.)

Am 10. Februar trafen sich Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus und Sven Tombrink von der NEB (Niederbanimer Eisenbahn AG) am stillgelegten Bahnhof in Schildow.

Gemeinsam mit Fachbereichsleiter Hanns-Werner Labitzky besichtigte der Bürgermeister die jüngst renovierte Wohnung in dem historischen Bahnhofsgebäude. Der Verwaltungschef nutzte dabei die Gelegenheit, Tombrink auf das Thema Reaktivierung der Niederbarnimer Eisenbahn anzusprechen, denn nach jahrelangem Stillstand plant die Brandenburgische SPD nun auch in das Oberhavel-Schienennetz zu investieren. Die SPD-Fraktion will das „Infrastrukturpaket Schiene Berlin-Brandenburg“ als Antrag in den Landtag einbringen.

Auf Nachfrage des Bürgermeisters, wie er die Perspektive der Heidekrautbahn vor dem Hintergrund des geforderten Schienenpaketes einschätze, antwortete Tombrink: „Das Hauptargument gegen die Reaktivierung der Heidekrautbahn sind die Kosten. Das Land Berlin will vorrangig die Nordbahn ausbauen und ICE-fähig machen. Aus Sicht Berlins hat die Heidekrautbahn (die sich als ICE-Strecke nicht eignet) deshalb keine Priorität.“ Dennoch signalisiere der Senat die Bereitschaft, sich des Themas anzunehmen, so Tombrink. „Unser Projekt liegt jedenfalls fertig in der Schublade und sobald die Signale aus dem Berliner Landtag und dem Abgeordnetenhaus stärker werden, werden wir es vorlegen. Bisher allerdings haben wir noch kein Feedback über die Beschlüsse aus den entsprechenden Ausschüssen.“

20.07.2016: Ministerin unterstützt Reaktivierung der Stammstrecke

Vor kurzem erhielt die Gemeindeverwaltung ein Antwortschreiben der brandenburgischen Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, Kathrin Schneider, auf eine Anfrage von Landrat Ludger Weskamp zur Kenntnis.

In diesem von Bürgermeister Smaldino-Stattaus mit initiierten Brief setzt sich der Landkreis Oberhavel erneut vehement für die Wiederbelebung der Stammstrecke der Heidekrauthahn ein. Die Ministerin unterstreicht in ihrem Brief das Engagement des Landes Brandenburg für die Wiederinbetriebnahme der historischen Strecke, mahnt jedoch Geduld an. Wörtlich heißt es:

 „Festzuhalten bleibt, dass trotz aller Bestrebungen derzeit nicht mit einer zeitnahen Wiederinbetriebnahme der Stammstrecke zu rechnen ist.Am Engagement des Landes Brandenburg für die Region der Heidekrautbahn fehlt es jedenfalls nicht. Dies mögen Sie etwa dem Umstand entnehmen, dass Brandenburg die Direktfahrten der NEB mit der RB-Linie 27nach Gesundbrunnen auch auf Berliner Territorium mit jährlich ca. 700.000 € allein finanziert.

Ihre Einschätzung zur Bevölkerungsentwicklung und Ihr Anliegen der Sicherung einer umweltfreundlichen Mobilität teile ich. Zur Vorbereitung des neuen Landesnahverkehrsplans mit dem Entwicklungshorizont 2030 werden daher aktuelle Daten derBevölkerungsprognose und der Nachfrageerhebung zu Berufs-,Ausbildungs- und Freizeitverkehren auf den Korridoren des ÖPNV im Berliner Umland und dem weiteren Metropolenraum erhoben und ausgewertet. Aus dieser Bestandsaufnahme werden dann unter Berücksichtigung der Finanzierbarkeit Konzepte für die weitere Entwicklung des Bahnnetzes für die Jahre 2020 und 2030 im Land erarbeitet.

Bei der Untersuchung der Stadt-Umland-Korridore ist Berlin eng eingebunden. Im Rahmen dieser Analyse werden auch die verkehrlichen Wirkungen einer Wiederinbetriebnahme der Stammstrecke der Heidekrautbahn ermittelt. Landkreise und Kommunen werden regelmäßig über Projektstand und Ergebnisse, wie zuletzt am 17.03.2016 in Potsdam, informiert und im Dialog in den Planungsprozess eingebunden.

Ziel des Dialoges ist es, zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten. Mein Abteilungsleiter Verkehr hat zwischenzeitich mit dem Geschäftsführer der NEB ein ausführliches Gespräch, auch zur Zukunft der Stammstrecke der Heidekrautbahn, geführt. Ich rechne zuversichtlich mit der Fortsetzung einer konstruktiven Zusammenarbeit.“

Für die Reaktivierung der Stammstrecke hat Bürgermeister Smaldino-Stattaus sich auch in Gesprächen mit dem brandenburgischen Finanzminister Christian Görke, dem Innenminister Karl-Heinz Schröter und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller stark gemacht. Allgemein stößt dabei die Wiederinbetriebnahme auf Zustimmung. Allein die Umsetzung dieses komplexen, mehrere Regierungsinstitutionen tangierenden Projektes braucht weiterhin Zeit. Im Rathaus der Gemeinde Mühlenbecker Land bleibt man optimistisch!

25.06.2014: "Lücke zu ... nach Wilhelmsruh"

Gemeinsam an einen Tisch: Perspektiven der Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn

Zu einem informellen Treffen kam es auf Einladung des Bürgermeisters am 19. Juni im Mühlensaal der Historischen Mönchmühle. Die stillgelegte Bahnstrecke, die durch die Ortsteile Mühlenbeck und Schildow weiter nach Berlin-Wilhelmsruh führt, bietet interessante Potentiale zur Verkehrslenkung. Neben dem Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB), Herrn Bröcker und dem VBB Berlin-Brandenburg, Herrn Seifert, wurden vor allem die Aussagen des brandenburger Finanzministers Görke aufmerksam verfolgt. Der Minister formulierte, dass es zurzeit keine einheitliche Aussage auf der politischen Ebene zur Reaktivierung der Stammstrecke gebe. Er werde aber in der Regierung dafür werben, dass Thema weiterzuverfolgen und, nach den Landtagswahlen im September, Maßnahmen in einen möglichen Koalitionsvertrag aufzunehmen.

„Lücke zu … nach Wilhelmsruh“ so stellte der Vorsitzende der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft, Herr Seefeldt, provokativ sein Strategiepapier vor. Es sei ein Problem, Berlin und Brandenburg, beide für die Bestellung der Strecke und damit auch für die Finanzierung, an einen Tisch zu bekommen, so Seefeldt. Die beiden Vertreter aus Berlin, Bezirksbürgermeister von Pankow, Herr Köhne sowie der Abteilungsdezernent für Stadtentwicklung des Bezirkes Reinickendorf, Herr Lambert, sprachen  einhellig  ihr Interesse an diesem Thema aus. Diese Runde sei wichtig, auch für eine Kontrollfähigkeit der Thematik auf Landes- bzw. Senatsebene.

Erwartet werden sicher keine sofortigen Zusagen, aber das Versprechen, sich in den jeweilig zuständigen Gremien mit dem Thema zu befassen und daran weiter zu arbeiten. Die Frage aber bleibt: Wer trägt welche Kosten?