Gemeinde Mühlenbecker Land

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Die neue Zehnrutenwegbrücke

Artikel vom 26.10.2018

So könnte sie mal aussehen ...
So könnte sie mal aussehen ...

Die konkreten Planungen für den Ersatzneubau der Brücke über die Autobahn werden nun von der DEGES in Angriff genommen. Ein erster Einblick ...

Über die Autobahnbrücke am Zehnrutenweg führten wichtige Wirtschafts-, Wander- und Verbindungswege unserer Gemeinde. Nachdem die Brücke beim Ausbau der A10 zunächst ersatzlos abgerissen werden sollte, konnte unsere Gemeinde dann doch einen Ersatzneubau erkämpfen.

Nun wird die neue Brücke im Detail geplant. Vergangene Woche präsentierte die DEGES ihre Planungen vor Vertretern unserer Gemeindeverwaltung. Im kommenden Bauausschuss werden Planer und Auftragnehmer dann öffentlich Rede und Antwort stehen: Am Dienstag, 6. November 2018, ab 18:30 Uhr im Bürgersaal Schildow, Franz-Schmidt-Straße 3.

Stärker, größer, schicker soll sie werden

Die neue Zehnrutenwegbrücke soll laut den Planungen der DEGES als Rahmenbauwerk in Stahlverbundbauweise errichtet werden. Nach DIN EN 1991-2 wird die neue Brücke für eine Belastung bis 60 Tonnen ausgelegt. Damit sind auch perspektivisch steigende Verkehrslasten berücksichtigt.

Die alte Brücke führte schräg über die Autobahn und in exakt dieser Lage soll auch der Neubau errichtet werden. Zwar könnte man die Brücke verschwenken, sodass sie künftig im rechten Winkel über die A10 führt – was ihre Länge und damit ihre Kosten reduzieren würde. Da dies allerdings durch die neue Wegführung auch einen viel größeren Eingriff in die umliegende Natur bedeuten würde, verzichten die Planer jedoch darauf.

Die neue Brücke wird zwischen zwei Stützen (Widerlagern) auf einer Länge von 43 Metern frei schweben. Die tragenden Säulen werden schräg angeordnet – aus statischen wie optischen Gründen – und die frühere Mittelsäule entfällt.

Regelquerschnitt
Regelquerschnitt

Zwischen den Brückengeländern sind 6 Meter Nutzbreite vorgesehen. Davon entfallen 3,50 Meter auf die einspurige Fahrbahn. Mit den Banketten auf beiden Seiten ergibt sich sogar eine gesamte Fahrbahnbreite von 5 Metern (alt: 4,5 Meter). Oberhalb der Borde verläuft rechts und links ein schmaler Notgehweg als Ausweichmöglichkeit.

Wie geht es weiter?

Bis Anfang November will die DEGES nun alle Planunterlagen beim zuständigen Ministerium einreichen, um Baurecht zu bekommen. Die Planfeststellungsbehörde könnte dazu auch noch einmal eine öffentliche Auslegung beschließen. Gebaut wird dann nach Abschluss der Autobahnarbeiten voraussichtlich ab 2021 für eine Dauer von 12 Monaten – bei laufendem Verkehr auf der A10.

Verantwortlich für die Planungen ist die DEGES GmbH, in deren Auftrag die Havellandautobahn GmbH den Neubau dann realisieren soll. An den Kosten für Planung und Neubau wird sich aber auch die Gemeinde Mühlenbecker Land beteiligen. Dabei hat der Landkreis bereits mündlich zugesagt, einen Teil dieser Kosten zu übernehmen.