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Umleitungsstrecke entlasten

Artikel vom 19.09.2022

(c)magicbeam/stock.adobe
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Um Schildow und Schönfließ entlang der Umleitung zur Kindelfließbaustelle zu entlasten, haben Gemeinde und Landkreis neue Maßnahmen in Kraft gesetzt.

Seit dem 22. August 2022 ist die Brücke Glienicker Straße/Karl-Liebknecht-Straße zwischen Schildow und Glienicke für den motorisierten Verkehr voll gesperrt. Die marode Brücke über den Kindelfließ muss abgerissen und neugebaut werden, was voraussichtlich bis Herbst 2023 dauern wird.

Schon vom ersten Tag der Sperrung an kam es vermehrt zu Verkehrsproblemen. Betroffenen waren insbesondere die Doppel-Kreuzung in Schönfließ auf der offiziellen Umleitungsstrecke und das Schildower Wohngebiet rings um die Hermsdorfer Straße, das einen großen Teil des „Schleichverkehrs“ aufnehmen musste.

Kleine Erfolge

Nach intensiver Rücksprache mit dem Landkreis und unserer Nachbarkommune Glienicke/Nordbahn konnten dennoch ein paar Maßnahmen eingeführt werden, die hoffentlich zur Entspannung der Situation beitragen:

(1) Bereits vorsorglich hatte die Gemeinde das Wohngebiet Rehwinkel/Franz-Schmidt-Straße/Hermsdorfer Straße für den Schwerlastverkehr von > 3,5 Tonnen sperren lassen. Diese Einschränkung gilt für die gesamte Dauer der Bauzeit. Für die Kontrolle des bewegten Verkehrs ist die Polizei zuständig. Bei Zuwiderhandlung gegen das Schwerlastverbot müssen LKW-Fahrer mit teuren Strafen rechnen.

(2) Ergänzend hat die Gemeinde nun den Bereich zwischen der Franz-Schmidt-Straße/Ecke Ebereschenstraße und Hermsdorfer Straße/Ortsgrenze zu Glienicke als Anliegerstraße ausgewiesen (nach § 45 Abs. 2 StVO). Damit ist dieser Teil für den Durchgangsverkehr gesperrt und darf nur noch befahren werden, wenn der Start- oder Zielpunkt in diesem Gebiet liegt. Die Anordnung der Gemeinde gilt zunächst befristet für drei Monate. Eine Verlängerung muss der Landkreis bestätigen, was er allerdings bereits in Aussicht gestellt hat.

(3) Auf Glienicker Gebiet, hinter der Ortsgrenze zur Bieselheide, wird der Landkreis die Geschwindigkeit auf 30 km/h reduzieren und zudem eine zusätzliche Fußgänger-Bedarfsampel installieren.

(4) Bei der Ausschilderung entlang der Umleitungsstrecke haben die Gemeinden Mühlenbecker Land und Glienicke den Landkreis auf Mängel hingewiesen, insbesondere im Bereich der Vorankündigung. Die bauausführende Firma hat zuletzt im Auftrag des Landkreises sukzessive nachgebessert.

Schönfließer Ampel bleibt

Keine Entspannung ist dagegen für Schönfließ absehbar: Zwar hat der Landkreis eine temporäre Abschaltung der Ampelanlage geprüft, kann diese jedoch nicht anordnen, weil die Polizei und der Landesbetrieb Straßenwesen die Dunkelschaltung aufgrund gravierender Sicherheitsbedenken ablehnen. Auch eine Neuprogrammierung der Ampelschaltung kann es deshalb nicht geben, so der Landkreis.

Die Gemeindeverwaltung bedauert die Unannehmlichkeiten für Autofahrer und Anwohner, kann hier aber nur bedingt tätig werden. Der Landkreis Oberhavel ist nicht nur zuständig für die Bauarbeiten und die Umleitung, sondern auch für verkehrsrechtliche Anordnungen auf gemeindlichen Straßen – und dabei an die geltenden Gesetze gebunden.