Gemeinde Mühlenbecker Land

Seitenbereiche

Aktuelles & Beteiligung
Navigation

Nachrichten

Seiteninhalt

Blutspenden in der Corona-Krise

Artikel vom 17.03.2020

Es gibt kaum noch genug Blutkonserven, dabei kann trotz Corona-Krise gespendet werden. Das Rote Kreuz warnt vor einer Versorgungslücke.

Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden. Auch in Zeiten der Grippewelle, grassierender Erkältungen und des neuartigen Coronavirus (Covid–19), benötigen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Das Rote Kreuz warnt: Sollten in den kommenden Tagen nicht genug Blutspenden eingehen, wäre die Versorgung „innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert“.

Bitte spenden Sie weiterhin!

Der Blutspendedienst Nord-Ost rief alle gesunden Bürger dringend zu Blutspenden auf. Bei einer Blutspende bestehe kein gesteigertes Risiko einer Coronainfektion, es seien zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen worden. Gerade in der derzeitigen Frühphase der Epidemie in Deutschland seien zahlreiche Spenden wichtig, weil die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung noch vergleichsweise begrenzt sei.

In der Coronakrise arbeitet der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) nach eigenen Angaben mit Hochdruck an einer Sicherung der Patientenversorgung mit Spenderblut. Derzeit sei die Versorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten „noch auf niedrigstem Niveau gesichert“, erklärte der medizinische Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, Torsten Tonn, am Montag in Berlin. Dies könne sich aufgrund der weiteren Ausbreitung des Erregers und den zunehmenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Teilen des Landes aber „in kurzer Zeit grundlegend ändern“. Sollten in den kommenden Tagen nicht genug Blutspenden eingehen, wäre die Versorgung „innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert“.

Liste der nächsten Termine:

Kann ich Blut spenden?

Prinzipiell gilt, wie auch während Grippezeiten: Sie können spenden, wenn Sie sich gesund und fit fühlen. Darüber hinaus werden Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen generell nicht zur Blutspende zugelassen. Sollten Sie den Verdacht haben, sich mit Coronavirus infiziert zu haben, kommen Sie nicht auf den Blutspendetermin, sondern konsultieren Sie einen Hausarzt. Auf unserem Blutspendetermin testen wir Sie nicht auf das neuartige Coronavirus.

Nach Auslandsaufenthalten gibt es häufig Sperrfristen bis zur nächsten Blutspende. Abhängig von Reiseziel, Aufenthaltsdauer und Reisezeit reichen diese Wartezeiten von vier Wochen bis zu sechs Monate nach Rückkehr. Reiserückkehrer aus folgenden Regionen werden für vier Wochen nach Rückkehr zurückgestellt:

  • Europa: Italien, Frankreich - Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne), Österreich (Bundesland Tirol), Spanien (Madrid),
  • Asien: Iran, China (Provinz Hubei, inkl. Stadt Wuhan), Südkorea (Provinz Gyeongsangbuk-do, Nord-Gyeongsang),
  • Amerika: USA (Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York)

Spendewillige, die Kontakt zu einem an Coronavirus-Erkrankten oder zu einem Verdachtsfall hatten, werden für vier Wochen nach Exposition von der Blutspende zurückgestellt. Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, müssen für drei Monate nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt werden.

Das DRK hat für Sie alle Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema zusammengefasst. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an die Kolleginnen und Kollegen des Service-Centers unter 0800 11 949 11. Wenn Sie sich krank fühlen oder Verdacht auf Coronavirus besteht, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an den Kassenärztlichen Notdienst 116117.