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Artikel vom 19.03.2020

Leere Straßen, leere Bushaltestellen - das soziale Leben wird zunehmend eingeschränkt
Leere Straßen, leere Bushaltestellen - das soziale Leben wird zunehmend eingeschränkt

Seit Mittwoch hat die Landesregierung das öffentliche Leben stark eingeschränkt: Läden geschlossen, Veranstaltungen verboten, Spielplätze gesperrt. Ein Überblick ...

Mittwoch, der 18. März 2020, wird wohl in unsere Geschichte eingehen: An diesem Tag schlossen nicht nur Kitas und Schulen, sondern auch viele weitere Einrichtungen des öffentlichen Lebens.

Das Land Brandenburg hatte Dienstagnachmittag eine umfassende Rechtsverordnung erlassen, die empfindliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung trifft. Die Vorgaben gelten zunächst bis 19. April 2020 und umfassen im Einzelnen:

Veranstaltungen verboten!

Mit seiner Verordnung verbietet das Land Brandenburg seit Mittwoch alle „Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen“.

Generell sind zudem Veranstaltungen ab 50 Teilnehmern komplett verboten. Dies gilt ebenso für private Veranstaltungen, seien sie öffentlich oder nicht-öffentlich. Wenn sich weniger als 50 Menschen zusammenfinden, muss zwingend eine Anwesenheitsliste geführt werden. Unter diese Regelung fallen auch Gottesdienste.

Einzelhandel und Ausflugsziele geschlossen!

Verkaufsstellen des Einzelhandels dürfen keinen Publikumsverkehr mehr haben. Auch „Tanzveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen“ sowie „Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Jahrmärkte, Freizeit- und Tierparks, Anbieter von Freizeitaktivitäten“ dürfen seit Mittwoch nicht mehr öffnen. Ebenso wie Sportanlagen, Schwimmbäder, Fitness- und Tanzstudios sowie öffentlich zugängliche Spielplätze und Spielflächen. Auch Einrichtungen der Jugendarbeit sind spätestens jetzt geschlossen.

Ausgenommen davon sind nach Angaben der Verordnung: „Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenmärkte, Tierbedarfshandel und Großhandel“ sowie „Dienstleister, Handwerker und handwerksähnliche Gewerbe“. Für diese Ausnahmen gelten jedoch strenge Auflagen im Hinblick auf Hygiene, Zutrittssteuerung und Vermeidung von Warteschlangen. Beispielsweise reglementiert Bauhaus in Birkenwerder inzwischen den Zutritt von Privatpersonen. Daneben dürfen diese Geschäfte nun auch an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr öffnen, um den Publikumsverkehr weiter zu entzerren.

Für Gaststätten gelten seit Mittwoch strenge Auflagen: Zwischen den Tischen müssen Abstände von mindestens 1,5 Metern gewährleistet werden. Zudem dürfen die Gaststätten nur noch zwischen 6 und 18 Uhr öffnen. Bars, Clubs, Diskotheken, Schankwirtschaften und Kneipen sind hingegen für den Publikumsverkehr komplett zu schließen. Auch Übernachtungsangebote dürfen ab sofort nicht mehr zu touristischen Zwecken genutzt werden. 

Alle Krankenhäuser bereiten sich zurzeit massiv auf den prognostizierten Ansturm vor. Zugleich werden die Besuchszeiten und Zutrittsrechte massiv eingeschränkt, um die Patienten zu schützen. Auch Pflegeeinrichtungen müssen Besuche von Angehörigen stark einschränken.

Download der Verordnung: