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Erster Straßenbau nach "Bernauer Modell"

Artikel vom 13.07.2020

Am 10. Juli wurde die Ahornstraße asphaltiert.
Am 10. Juli wurde die Ahornstraße asphaltiert.

Die Ahornstraße in Schildow ist die erste Sandstraße, die die Gemeinde nach dem sogenannten "Bernauer Modell" instand gesetzt hat.

In gut einer Woche wurde die 130 Meter lange Schotterpiste provisorisch mit einer etwa zehn Zentimeter dicken Asphaltschicht befestigt.

Die Kosten in Höhe von zirka 35 000 Euro trägt die Gemeinde. Die Anwohner zahlen für die Maßnahme nichts, da es sich bei dem „Bernauer Modell“ um eine Instandsetzung und nicht um einen grundhaften Ausbau handelt.

Der Unterschied: Beim „klassischen“ Straßenbau wird zunächst eine etwa 50 Zentimeter dicke Erdschicht entfernt und mit Schotter verdichtet. Darüber wird eine zirka acht Zentimeter dicke Asphalttragschicht aufgebracht und abschließend eine etwa 4 Zentimeter dicke Asphaltdecke aufgetragen.

Die kostengünstige -weil Zeit- und Material sparende - alternative Bauweise nach dem sogenannten „Bernauer Modell“ kann allerdings nicht in jeder Straße durchgeführt werden. Sie eignet sich nur für wenig befahrene Anliegerstraßen.

Problematisch wird es auch, wenn unterschiedliche Höhenlagen in einer Straße vorliegen. Dann kann die Entwässerung nur über einen grundhaften Ausbau sichergestellt werden.

Die Schildower Ahornstraße wurde aufgrund ihrer Kürze von nur 130 Metern als erste für diese Art der Instandsetzung ausgewählt. Ob das Modell zukunftsfähig ist, muss sich jetzt zeigen.

Insgesamt gibt es noch weitere 48 Kilometer unbefestigte Straßen und Wege im Mühlenbecker Land.

Weitere Sandstraßen können aus finanziellen Gründen in diesem Jahr nicht nach dem „Bernauer Modell“ befestigt werden. Bürgermeister Filippo Smaldino befürwortet die Sanierung nach dieser Methode und hofft, dass zusätzliche Mittel für das nächste Jahr bereit gestellt werden können.

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