Bundesgeld für den Ortsteil Zühlsdorf Ein Sportplatz als Zukunftsprojekt für unsere Gemeinde Text: Birgit Rathmann / Fotos: Fotogruppe SichtWeisen Nachrichten aus der Gemeinde / 57 Rund 774.000 Euro fließen in den Ersatzneubau der Anlage in unserer Gemeinde. Dass ausgerechnet Zühlsdorf berücksichtigt wurde, ist dabei alles andere als selbstverständlich. Weder die Gemeinde noch der Landkreis Oberhavel hatten Einfluss auf die Auswahl der Projekte. Die Entscheidung fiel auf Bundesebene im Rahmen der sogenannten „Sportmilliarde“, mit der die Bundesregierung marode Sportstätten modernisieren und Kommunen entlasten will. Gut für den Standort Für die Region ist die Förderung deshalb ein Glücksfall. Denn der Sportplatz in Zühlsdorf ist längst mehr als ein Ort für Training und Wettkämpfe. Er gehört zu den zentralen Treffpunkten der Gemeinde, ein Platz, an dem Vereine, Schulen, Familien und Ehrenamt zusammenkommen. Gerade in wachsenden Gemeinden wie dem Mühlenbecker Land gewinnen solche Orte zunehmend an Bedeutung. Sie schaffen Identifikation, stärken das Gemeinschaftsgefühl und sorgen dafür, dass Ortsteile nicht nur Wohnorte bleiben, sondern lebendige soziale Räume. Aufwertung des Standortes Hinzu kommt: Moderne Infrastruktur zieht häufig weitere Entwicklung nach sich. Wenn ein Standort aufgewertet wird, profitieren davon oft auch andere Bereiche der Gemeinde. Veranstaltungen werden attraktiver, Vereine können sich breiter aufstellen, Ehrenamtliche finden bessere Bedingungen vor und kommunale Angebote lassen sich langfristig effizienter organisieren. Nicht selten entstehen dadurch neue Spielräume: finanziell, organisatorisch und gesellschaftlich. Dass Zühlsdorf als Leichtathletik-Stützpunkt im Landkreis gilt, verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Eine moderne Anlage strahlt weit über den eigentlichen Sport hinaus aus. Sie wird zum sichtbaren Zeichen dafür, dass in die Region investiert wird und dass ländliche Gemeinden bei Zukunftsprojekten nicht automatisch abgehängt sind. Viel zu tun Für die Verwaltung beginnt nun allerdings erst die eigentliche Arbeit. Denn die bewilligten Fördermittel werden nicht einfach in einer Summe überwiesen. Stattdessen müssen einzelne Bau- und Projektabschnitte fortlaufend mit dem Fördermittelgeber abgerechnet und detailliert nachgewiesen werden. Jeder Schritt, von Ausschreibungen über Rechnungen bis hin zu Dokumentationen, ist an enge Vorgaben gebunden. Der administrative Aufwand gilt deshalb schon jetzt als erheblich. Voraussichtlich werden mindestens drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Ämtern mit dem Projekt beschäftigt. Gerade für Kommunen ist das eine anspruchsvolle Aufgabe, weil große Förderprogramme nicht nur Chancen bieten, sondern gleichzeitig erhebliche personelle Ressourcen binden. Trotzdem dürfte in Zühlsdorf die Freude überwiegen. Denn die Förderung ist nicht nur ein Bauprojekt. Sie ist ein Signal dafür, dass auch kleinere Kommunen von großen Bundesprogrammen profitieren können, wenn die Voraussetzungen stimmen und ein Standort Potenzial besitzt. Wenn in kleinen Orten plötzlich mehrere Hunderttausend Euro aus Berlin ankommen, dann ist das mehr als nur eine Randnotiz aus der Förderpolitik. Für den Ortsteil Zühlsdorf bedeutet die Zusage aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ einen echten Entwicklungsschub und womöglich weit mehr als nur ein neues Sportfunktionsgebäude.
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