Mühlenspiegel 50

30 / Nachrichten aus dem Rathaus Fusion der Abwasserbetriebe – Zweckverband „Fließtal“ strebt Zusammenschluss mit Glienicke und Hohen Neuendorf an Der Zweckverband „Fließtal“, der bereits seit 1992 die Abwasserentsorgung für die Gemeinden Mühlenbecker Land und Birkenwerder organisiert, plant eine Fusion mit den Nachbargemeinden Glienicke und Hohen Neuendorf. Die beiden Kommunen betreiben derzeit ihre Abwasserwirtschaft noch eigenständig, das heißt mit Unterstützung der Wasser Nord GmbH als Betriebsführerin. Ziel der Fusion ist eine stärkere, zukunftsfähige und fachlich spezialisierte Abwasserbewirtschaftung. Aktuelle Situation der Abwasserwirtschaft in Glienicke und Hohen Neuendorf ImGegensatz zum Zweckverband „Fließtal“, der als Körperschaft des öffentlichen Rechts auf die effiziente Erfüllung der Abwasserentsorgung ausgerichtet ist, haben die Gemeinden Glienicke und Hohen Neuendorf bislang eigenständige Abwasserbetriebe geführt. Diese werden von der Wasser Nord GmbH als Betriebsführerin verwaltet, die für die tägliche Abwasserwirtschaft verantwortlich zeichnet und dabei auf eigene Ressourcen und Technik zurückgreift. „Während der Zweckverband primär auf die nachhaltige Erfüllung öffentlicher Aufgaben ausgerichtet ist, folgt die Betriebsführung in Glienicke und Hohen Neuendorf einem betriebswirtschaftlichen Optimierungsansatz, um eine kosteneffiziente Leistungsbringung sicherzustellen. Dies hat uns dazu bewegt, den Gedanken einer Fusion zu prüfen“, erklärt Bürgermeister Filippo Smaldino, der zugleich der amtierende Verbandsvorsteher des Zweckverbands „Fließtal“ ist. „Die zunehmende Spezialisierung und der Mangel an Fachkräften in der Abwasserwirtschaft stellen die Gemeinden vor Herausforderungen, die mit einem stärkeren Verbund besser gemeistert werden können.“ Der Weg zur Fusion Die Idee einer Fusion entstand imHerbst 2022, als erste Gespräche zwischen den Gemeinden stattfanden. Hohen Neuendorfs ehemaliger Bürgermeister und Fachmann auf dem Gebiet, Klaus-Dieter Hartung, wurde als Vertrauensperson für den Zusammenschluss gewonnen. Unter seiner Leitung wurden erste Arbeitsgespräche aufgenommen, die im Oktober 2022 ihren Anfang nahmen. „Es geht nicht darum, dass jeder der Beteiligten sofort nach der Fusion gestärkt ist. Die Fusion muss vor allem langfristig tragfähig und zukunftsfähig sein“, erklärt Katja Richter, Geschäftsführerin des Zweckverbands „Fließtal“. „Die Verhandlungen zeichnen sich durch eine offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit aus, in der der gemeinsame Erfolg im Vordergrund steht.“ Die Gemeinden Glienicke, Hohen Neuendorf und der Zweckverband verfolgen mit der Fusion nicht nur eine wirtschaftliche Stärkung, sondern auch eine optimierte Abwasserbewirtschaftung, die die Umwelt schützt und den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Die nächsten Schritte Obwohl die Verhandlungen gut voranschreiten, steht der endgültige Beschluss über die Fusion noch aus. Die Gemeindevertretungen Glienicke, Birkenwerder, Mühlenbecker Land sowie die Stadtverordnetenversammlung Hohen Neuendorf müssen sich noch einheitlich für den Zusammenschluss aussprechen und per Beschluss auf den Weg bringen. Derzeit wird an den Details der Vereinbarung gearbeitet. „Es ist ein intensiver, aber konstruktiver Prozess. Am Ende geht es darum, gemeinsam die besten Lösungen für die Abwasserentsorgung unserer Region zu finden“, so Filippo Smaldino. Ziel der Fusion: Eine starke Einheit für die Zukunft Der Zweckverband „Fließtal“ hat sich als erfahrener Dienstleister in der Abwasserwirtschaft etabliert und ist mit einem dynamischen Team von 12 fest angestellten Mitarbeitern für die Abwasserbeseitigung in den Gemeinden Mühlenbecker Land und Birkenwerder zuständig. „Unsere Aufgabe ist es, die Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung im Verbandsgebiet sicherzustellen und damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und der Lebensqualität der Bürger zu leisten“, erklärt Verbandsvorsteher Filippo Smaldino. Mit der geplanten Fusion wollen die beteiligten Gemeinden die Synergien nutzen und eine zukunftsfähige Abwasserbewirtschaftung aufbauen, die auch den Herausforderungen des Fachkräftemangels und der steigenden Anforderungen an die Infrastruktur gerecht wird. Der Zweckverband „Fließtal“ freut sich auf die kommenden Schritte und hofft, bald die nächsten Entscheidungen in der Sache zu treffen, die der gesamten Region zugutekommen werden. Texte: Birgit Rathmann / Fotos: Adobe Stock

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