Heinrich Althausen ist der neue Mobilitätsmanager der Nordbahngemeinden Die Gemeinden Mühlenbecker Land, Glienicke/Nordbahn, Birkenwerder und die Stadt Hohen Neuendorf haben seit dem 16. März 2026 einen gemeinsamen interkommunalen Mobilitätsmanager. Über die kommenden zwei Jahre wird sich Heinrich Althausen in den vier Kommunen für die Umsetzung von Maßnahmen einsetzen, die im Interkommunalen Verkehrskonzept „Niederbarnimer Fließlandschaft“ (IVK), erarbeitet wurden. Als studierter Stadtplaner bringt Herr Althausen aus seinem beruflichen Hintergrund mehrjährige Erfahrung in der Organisation von interkommunaler Zusammenarbeit mit. Zuletzt hat er ein Netzwerk aus 14 süddeutschen Städten und Gemeinden dabei unterstützt, die vorhandenen gemarkungsübergreifenden Mobilitätsangebote des Umweltverbunds auszubauen. Wichtig ist ihm dabei stets, nicht den Verzicht zu bewerben, sondern im Gegenteil das Mobilitätsangebot insgesamt auszubauen. Nur wenn attraktive Alternativen vorhanden sind, wird es Bürgerinnen und Bürgern möglich, das eigene Auto gelegentlich zugunsten nachhaltiger Verkehrsmittel stehenzulassen. Grundlage: Interkommunales Verkehrskonzept „Niederbarnimer Fließlandschaft“ Die Erstellung des IVK zwischen in den Jahren 2020-2021 wurde von einem umfassenden Beteiligungsprozess begleitet. Die Bürgerinnen und Bürger der vier Projektgemeinden hatten die Möglichkeit, ihre Sicht auf bestehende Verkehrsprobleme sowie Wünsche und Ideen zur Verbesserung des Mobilitätsangebots zu äußern. Unter anderem konnten Gefahrenstellen und Anregungen zur Verbesserung auf einer Online-Karte eingetragen werden. Die Ergebnisse wurden nach Themenfeldern kategorisiert und priorisiert: Insgesamt wurden 87 Maßnahmen und Teilmaßnahmen in den Bereichen „Fuß- und Radverkehr“, „ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr)“, „KFZ-Verkehr“, „Inter- und Multimodalität“, „Mobilitätsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit“ und „Elektromobilität“ herausgearbeitet. Da die im Konzept vorgeschlagenen Mobilitätsmaßnahmen gemeindeübergreifend sind, bedarf deren erfolgreiche Umsetzung einer engen Zusammenarbeit der vier Kommunen und gegebenenfalls weiterer Akteure des Landkreises, aus Politik sowie Verbänden, lokalen Initiativen und Vereinen. Herr Althausen wird eine kommunikative und moderierende Funktion in den erforderlichen Prozessen einnehmen. Auch das Einwerben von Fördermitteln gehört zu seinen Aufgaben. Weitere Informationen zum Interkommunalen Verkehrskonzept „Niederbarnimer Fließlandschaft“ (IVK) gibt es auf: https://www.muehlenbecker-land.de/de/bauenwirtschaft/verkehr/interkommunales-verkehrskonzept. Förderung der Stelle Die Stelle des Interkommunalen Mobilitätsmanagers ist zunächst auf zwei Jahre befristet und wird mit dem Förderkennzeichen 67K30009 durch die „Nationale Klimaschutzinitiative“ des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungsreinrichtungen. Weitere Informationen dazu gibt es auf: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie. Verkehrsströme interkommunal gedacht 40 / Nachrichten aus dem Rathaus ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ ++++++++++++++++++++++++++++++++++++ BUCHTIPP aus dem Mühlenbecker Land „Mein Leben in fünf deutschen Staaten“ von Melanie Stolpmann aus Schildow – aufgeschrieben von Tilmann Ebel Melanie Stolpmann hat in Ihrem Leben viel erlebt. Tilmann Ebel hat die ganz persönliche Lebensgeschichte der 87-jährigen aufgeschrieben und historische Hintergründe zugefügt. „Mein Leben in 5 deutschen Staaten“ beginnt im „Dritten Reich“, geht weiter im Nachkriegsdeutschland, in der DDR, im „Stadtstaat“ West-Berlin und nun im vereinten Deutschland, heute im Ortsteil Schildow. Am 08. Mai 2026, dem „Tag der Befreiung“, stellten Frau Stolpmann und Herr Ebel ihr Buch im Kultursalon der Historischen Mönchmühle vor. In gemütlicher Atmosphäre, vor vielen interessierten Zuhörern las Herr Ebel aus dem Buch einige Abschnitte vor und Frau Stolpmann beantwortet anschließend die Fragen. Wir haben einen Einblick in ein sehr bewegtes Leben erhalten. Hier müssen der Krieg und die Zerstörung, der Fluchtversuch aus der DDR, das Leben im Gefängnis und der Freikauf durch die BRD erwähnt werden. In dem Buch erfahren wir wie sich das Leben zu der jeweiligen Zeit anfühlte. Aber auch das Alltägliche kommt nicht zu kurz. So hören wir, wie sich ihr beruflicher Werdegang entwickelt hat und wie sie letztlich ihr jetziges Zuhause in Schildow fand. Das Buch ist eine ganz persönliche Biografie und eine Sicht auf diese Epochen. Wer neugierig geworden ist, kann das Buch von Tilmann Ebel zum Selbstkostenpreis von 14 Euro erwerben. Sie erreichen ihn per Mail: E tilmannebel@gmail.com Text: Katja Boll Foto: Fotogruppe Sichtweisen
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