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Leuchtturmprojekt Heidekrautbahn

Artikel vom 13.04.2018

Tino Schopf (l) und Filippo Smaldino-Stattaus (r)
Tino Schopf (l) und Filippo Smaldino-Stattaus (r)

Der Berliner Abgeordnete Tino Schopf engagiert sich für die Reaktivierung der Heidekrautbahn. Am Dienstag war Schopf zu Gast beim Bürgermeister.

„2030 dauert mir zu lange! Ich möchte, dass die Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn auf ihrer Stammstrecke sofort in Angriff genommen wird“, fordert Tino Schopf, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und verkehrspolitischer Sprecher der dortigen SPD-Fraktion.

Er bezieht sich damit auf den aktuellen Stand des Heidekrautbahnprojekts: Derzeit diskutieren Mitarbeiter der Verkehrsministerien von Berlin und Brandenburg miteinander, wie die Reaktivierung der Stammstrecke im Rahmen des sogenannten Infrastrukturprojektes „i2030“ umgesetzt werden kann. Diese Gespräche auf Arbeitsebene haben aber, wie der Namen verrät, einen sehr langen Planungshorizont bis 2030.

Treffen im Rathaus Mühlenbecker Land

Für Bürgermeister Filippo Smaldino-Stattaus und den Abgeordneten Tino Schopf ist das Vorgehen zu langsam; auch weil bereits Baurecht für die Strecke vorliegt, der Planfeststellungsbeschluss aber nur noch bis 2021 gültig ist. Die beiden Politiker trafen sich am Dienstag, 10. April 2018, im Rathaus Mühlenbecker Land und diskutierten darüber, auf welchem Weg das Projekt schneller vorangetrieben werden kann.

Entlastung für den Verkehrsinfarkt

„Kathrin Schneider, unsere Brandenburger Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, hat sich ganz klar für die Heidekrautbahn bekannt“, sagt Smaldino-Stattaus. „Und sie hat damit recht, man braucht ja nur mal morgens aus dem Fenster sehen: Wir brauchen dringend eine Entlastung für den Verkehrsinfarkt und das geht nur über die Schiene!“

Heidekrautbahn als „Leuchtturmprojekt“

Auch von Berliner Seite aus gibt es vielfache Unterstützung für das Projekt. Die Bezirksverordnetenversammlung von Pankow stimmte einstimmig für die Wiederinbetriebnahme. Fraktionsübergreifend setzen sich Politiker dafür ein, die Heidekrautbahn als „Leuchtturmprojekt“ bevorzugt zu behandeln. „Kein anderes Infrastrukturprojekt der i2030 kann so schnell umgesetzt werden wie die Wiederinbetriebnahme der Heidekrautbahn“, ist Tino Schopf überzeugt. Auch unter seiner Federführung plant die SPD-Fraktion nun einen neuen Antrag dazu ins Berliner Abgeordnetenhaus einzubringen.

Smaldino-Stattaus und Schopf vereinbarten schließlich, ihre weiteren Bemühungen darauf zu richten, die obersten Ebenen von Brandenburg und Berlin noch einmal an einen Tisch zu bringen. Vor allem der Berliner Senat müsse intensiv einbezogen werden. „Wir kämpfen schon so lange dafür – ich habe den Eindruck, dass wir jetzt nur noch ein ganz kleines Stück vom Erfolg entfernt sind. Hier müssen wir dranbleiben!“, so Smaldino-Stattaus beim Abschied.