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77. Jahrestag der Befreiung

Artikel vom 09.05.2022

(c) Fotogruppe SichtWeisen
(c) Fotogruppe SichtWeisen

Am Sonntag wurde auf dem Friedhof in Zühlsdorf traditionell der Befreiung vom Faschismus gedacht – dieses Mal im Wissen um den neuen Krieg Russlands.

Am Sonntag, 8. Mai 2022, hatten der Ortsbeirat von Zühlsdorf und DIE LINKE traditionell gemeinsam zum Gedenken auf den Zühlsdorfer Friedhof eingeladen. Hier am Ehrenmal der sowjetischen Opfer des zweiten Weltkrieges erinnerten sie mit einer kleinen, aber interessierten Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern an den Tag, an dem vor 77 Jahren endlich wieder Frieden in Europa einkehrte. Der traditionelle Gedenktermin dient dazu, an das Sterben und den Tod vieler Soldaten, insbesondere an die Kriegsopfer der Sowjetarmee, zu erinnern – und die Überlebenden zu Frieden und Freundschaft zwischen den Völkern zu mahnen.

„Die Hauptlasten zur Beendigung des Krieges trugen die Völker der Sowjetunion. Dafür sind wir ihnen und den Kräften der Anti-Hitler-Koalition bis heute dankbar“, so Hartmut Lackmann, Fraktionsvorsitzender von DIE LINKE im Mühlenbecker Land. „Das diesjährige Gedenken steht unter den Zeichen des Krieges Russlands gegen die Ukraine, den wir entschieden verurteilen. Es zeigt, militärische Konflikte werden nicht mehr weit vor „unserer Haustür Europa“ ausgetragen – nein – diese werden zunehmend existenzbedrohend für die Menschheit. Deshalb gilt es mehr denn je: Frieden schaffen ohne Waffen!“

(c) Fotogruppe SichtWeisen
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Bürgermeister Filippo Smaldino war ebenfalls eingeladen, konnte den Termin jedoch nicht wahrnehmen, was er sehr bedauerte. Er bezeichnete den traditionellen Gedenktermin in Zühlsdorf als „wichtige und gute Aktion“.

Herr Smaldino selbst hatte erst kürzlich ein öffentliches Bekenntnis gegen den aktuellen Krieg in Osteuropa gegeben: Am 26. März 2022 legte er gemeinsam mit seinem Amtskollegen Jerzy D?ugosz aus der polnischen Partnergemeine Skórzec (Polen) einen Kranz am Ehrenmal in Warschau nieder. „77 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges haben wir jetzt wieder einen Krieg hier in Osteuropa. Und wieder sterben völlig sinnlos Menschen! Auch diesen Toten gilt unser Gedenken“, so Bu?rgermeister Smaldino.