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Achtung: Höchste Waldbrandstufe

Artikel vom 25.07.2022

Vorsicht: Aktuell haben wir die höchste Waldbrandstufe!
Vorsicht: Aktuell haben wir die höchste Waldbrandstufe!

Bitte seien Sie besonders vorsichtig: Aktuell gilt in Oberhavel die Waldbrand-Gefahrenstufe 5!
Oberhavel und andere Landkreise in Brandenburg haben inzwischen die höchste Waldbrand-Warnstufe 5 ausgerufen. Sie steht für "sehr hohe Gefahr". Ausreichend Regen ist nicht in Sicht. 

Dies ist auf die aktuelle Trockenheit zurückzuführen, die sich noch weiter zuspitzen wird. Erste Waldbrände in unserer Gemeinde gab es bereits vergangene Woche.
Das Rathaus bittet darum, dass Sie keine Zigaretten in oder am Wald rauchen bzw. hinwerfen, keine Glasflaschen liegen lassen sowie kein offenes Feuer (Grillen oder Lagerfeuer ) in oder am Wald (Wiese) entzünden.

Weiterhin bitten wir unsere Bürgerinnen und Bürger, beim Angrillen und anderen Feuerchen besonders achtzugeben. Egal auf im Wald oder dem privaten Grundstück – bei Waldbrandgefahrenstufe 4 oder 5 müssen Feuer oder Grillplätze in jedem Fall ein mindestens 50 Metern vom Wald entfernt liegen. Achten Sie auch besonders auf trockene Gräser, die sich durch Funkenflug oder heiße Gegenstände leicht entzünden können.
Spaziergang erlaubt
„Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass bei hoher Waldbrandgefahr der Wald nicht betreten werden darf“, klärt Revierförster Bodo Lemke auf. „Im Gegenteil: Oft sind es Waldspaziergänger, die kleinere Brandstellen melden und damit verhindern, dass sich Feuer ausbreiten.“
Bitte melden Sie einen Brand daher immer schnellstmöglich unter der Rufnummer 112.
Grundregeln im Wald
Wer sich im Wald aufhält, sollte sich selbst an ein paar Regeln halten, um das Risiko nicht noch zu erhöhen: Rauchen im Wald ist prinzipiell und sogar im Winter verboten. Auch Ihren Müll – vor allem Flaschen – nehmen Sie bitte wieder mit, da dieser sich von selbst entzünden kann.
Und unbedingt Vorsicht beim Parken am Waldrand. Lemke erklärt: „Häufig entstehen Waldbrände, weil sich die trockene Grasnarbe unter Autos entzündet – vor allem unter dem heißen KAT. Bitte nutzen Sie zum Parken ausschließlich befestigte Parkplätze!“ Wichtig ist auch, dass Zufahrten für Feuerwehr und Rettungskräfte frei bleiben.
„Nicht nur die Pflanzen, auch die Tiere leiden unter der großen Trockenheit“, erzählt der Förster. Grade den Jungtieren mache die Hitze zu schaffen, daher müsse jeder zusätzliche Stress vermieden werden. „Im Wald gilt eine generelle Leinenpflicht! Grade jetzt ist das besonders wichtig: Bitte halten Sie Ihren Hund immer ganz nah bei sich.“ Ein Mensch könne gar nicht sehen, wie viele Wildtiere ein Hund beim Waldspaziergang aufscheuche.
Auch Straßenbäume haben Durst
Aber auch die Pflanzen, allen voran die Bäume, leiden unter der Trockenheit – grade jetzt im Frühjahr, wo sie viel Kraft zur Blattbildung brauchen. Dies bestätigt auch unsere Mitarbeiter der Abteilung Grünordnung im Rathaus: „Die Gemeindearbeiter sind im Dauereinsatz, dennoch reichen die Wassergaben für die zahlreichen Straßenbäume, die unser Ortsbild prägen, nicht aus.“
Die Gemeinde bittet darum Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe: Bitte spendieren Sie den Straßenbäumen vor Ihrem Grundstück hin und wieder – am besten regelmäßig – ein paar Eimer Wasser. Egal ob alter oder junger Baum, schon 10 Liter Wasser am Tag helfen, damit die oberflächennahen Wurzeln nicht absterben. Achten Sie aber bitte darauf, dass das Wasser nicht einfach abfließt, sondern gießen Sie in eine kleine Mulde, sodass sich die Erde vollsaugen kann.

Ein bisschen kann jeder helfen, damit Tiere und Pflanzen die Trockenheit gut überstehen
Ein bisschen kann jeder helfen, damit Tiere und Pflanzen die Trockenheit gut überstehen