Gemeinde Mühlenbecker Land

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Blühwiesen-Patenschaften

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Liebe Bürgerinnen und Bürger des Mühlenbecker Landes, 

im Zuge des Bürgerhaushalts 2019 wurde von Ihnen mit 201 Stimmen für die insekten- und bienenfreundliche Bepflanzung und Grünflächengestaltung im gesamten Gemeindegebiet gestimmt. Das Projekt "Blühwiesen" lag damit auf Platz 2 der geförderten Bürgerwünsche und wird mit 15.000 Euro unterstützt.

In einer vielköpfigen Arbeitsgruppe um Marco Schultze wurden in den vergangenen Monaten Flächen gesucht und bestimmt, Böden analysiert und geeignetes Arbeitsgerät wie auch Saatgut geordert. Bereits im Herbst 2020 sollen die ersten Blühwiesen vorbereitet werden, so dass 2021 und die folge Jahre die Bienen und anderen Insekten ihre Freude haben werden. Geplant ist eine Informationsveranstaltung für Interessierte und zukünftige Blühwiesenpaten, die neben fachkundigen Informationen auch praktische Tips geben soll. Idealerweise werden die Teilnehmer in einer weiteren Veranstaltung mit Ortsbegehung auf einer Blühwiese geschult, auf was es ankommt und wie man Kräuter von Unkräutern unterscheiden kann. 

 

Was wollen wir erreichen:

  • Erhöhung des Insekten- und Bienenbestandes im Mühlenbecker Land
  • Erhöhung der Artenvielfalt im Gemeindegebiet
  • Verschönerung des Ortsbildes 
  • Nachhaltige Sensibilisierung und Engagement der Bürger für den Insektenschutz durch Patenschaften
  • Mehr naturnahe Gärten, weniger Thujen-Hecken, Kiesgärten und versiegelte Flächen

Blühpate werden

Wie können Sie Pate werden?

Melden Sie sich persönlich oder per Telefon und E-Mail bei der Gemeinde Mühlenbecker Land. So können mit Ihnen Details und Grundlagen abgestimmt werden. Nachdem Sie einen sogenannten Patenschaftsvertrag.pdf abgeschlossen haben, erhalten Sie für die von Ihnen gepflegte Grünfläche ein Schild "Für diese Grünfläche haben Anwohner die Patenschaft übernommen". Durch den Vertrag sind Sie mit der Aufgabe betraut die Fläche zu bewässern, zu mähen und zu pflegen. Zudem sind Sie dadurch bei Ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten zur Pflege der Blühfläche über die gesetzliche Unfallversicherung der Gemeinde Mühlenbecker Land versichert.

 

Was ist nicht gewollt?

Umzäunungen der Flächen, bauliche Veränderungen, Schnittmaßnahmen an Gehölzen oder die Verwendung von Kunstdünger und Chemikalien sind nicht gewollt und nicht zulässig.

 

Blühwiesen ohne Patenschaftsvertrag?

Ja, auch das ist möglich: auf Ihrem eigenen, privatem Grund und Boden! Die Gemeinde Mühlenbecker Land begrüßt es sehr, wenn sich die Bürger*innen für mehr Insektenschutz einsetzen und ihre Privatgärten bienenfreundlich gestalten. Auch die Gestaltung von Grabstellen auf dem Friedhof kann insektenfreundlich umgesetzt werden. Am wir geben auf dieser Seite dazu viele Informationen und eine Liste der insektenfreundlichen Pflanzen. 

 

Weiterführende Informationen finden Sie auch unter: 
https://www.muehlenbecker-land.de/muehlenspiegel/2021_04/14/

 

Ihre Ansprechpartner im Rathaus:
Fachbereich 3, FD Ordnung, Bürgerservice, SG Grünordnung
https://www.muehlenbecker-land.de/de/rathaus-verwaltung/wo-finde-ich-was-a-z/wo-finde-ich-was-a-z/gruenordnung/

Kontakt
Tel.: 033056 / 8 41 40
bluehpatenschaften(@)muehlenbecker-land.de

 

 

 

Information zum Insektenschutz

Den einen Grund für das Insektensterben gibt es nicht. Es sind viele Faktoren die in ihrer Summe die Dezimierung verursachen. Die meisten sind menschengemacht.

Insektizide/Insektenvernichtungsmittel: Sie vernichten nicht nur die Schädlinge, nein auch die Nützliche. Besonders systemische Insektizide, die sich in der Pflanze verteilen, treffen auch die Bestäuber, die Pollen und Nektar sammeln. Kombiniert mit anderen Schadstoffen in der Luft und Wasser, mit denen die Insekten in Kontakt kommen, setzten die Fitness der Insekten stark herab.

Monotone Landschaften: In ausgeräumten, monotonen Agrarlandschaften, Siedlungs-, Industrie- und Verkehrsflächen finden Insekten keine Nahrung, keinen Unterschlupf und keine Nistplätze. Dieser Verwüstung gilt es, mit möglichst vielen Mitteln und Ideen entgegenzuwirken, und die Zerstörung der Lebensräume zu verhindern. Auch die Zerschneiden von Lebensräumen und Isolation von Populationen hat negative Auswirkungen auf die Anpassungsfähigkeit und Fitness der Insekten.

Durch die Erderwärmung blühen viele Pflanzen heute früher als noch vor Jahrzehnten, was den Rhythmus von Insektenentwicklung und Pflanzenbestäubung durcheinander bringt. Dauernde Trockenperioden im Frühjahr und Sommer und milder Winter stressen Tiere zusätzlich.

Die Lichtverschmutzung stört die Orientierung der nachtaktiven Insekten. Auch gestört werden dadurch der Jahreszeitenrhythmus der Insekten, ihr Energieverbrauch und die Fortpflanzungsfähigkeit.

Diese und weitere Informationen finden Sie auch hier:
https://www.muehlenbecker-land.de/muehlenspiegel/2021_04/14/

 

 

Wie insektenfreundlich ist Ihr Garten?

Machen Sie hier den Online-Selbsttest, der im Rahmen eines Bienenschutzprojektes der Leuphana Universität Lüneburg entstanden ist, was Ihr Garten den Insekten zu bieten hat.

Ein insekten- und bienenfreundlicher Garten bedeutet nicht, Bienenvölker im eigenen Garten zu beherbergen. Es bedeutet, den Garten als Lebensraum für Insekten zu entwickeln, so dass sich die unterschiedlichen Insekten- und Bienenarten kontinuierlich nähren können und Nistmöglichkeiten finden. Es müssen also abwechselnd blühende Sträucher, Bäume und Blumen vorzufinden sein. Es muss Ecken geben, wo nicht gedüngt, gemulcht, gemäht, gerecht oder gar gegiftet wird. Der so geschaffene Lebensraum dient nicht nur den Wildbienen, sondern auch vielen anderen Tierarten. Man muss auch nicht den ganzen Garten umgestalten, es reichen Streifen, Gartenecken oder Inseln. Selbst in Städten können Bienengärten angelegt werden. Schon Blumenkübel und Balkonkästen können den Insekten ein gutes Nahrungsangebot bieten. Da der Aktionsradius von Wildbienen nur zwischen 50 bis 300 Meter liegt, müssen die Futterpflanzen und Nistmöglichkeiten nahe beieinander liegen. 

Auch mit der richtigen Grabbepflanzung können Sie einen Beitrag zum Erhalt der Insekten schaffen. Die Gemeinde Mühlenbecker Land hat dazu einen Aushang mit Informationen für die Friedhöfe erstellt, den Sie sich auch hier herunterladen können: Bienenfreundliche Grabbepflanzung.pdf

 

Insektenfreundliche Pflanzen

Grundsätzlich gilt es zu bedenken, keine Pflanzen mit gefüllten Blüten zu verwenden! Sie bieten nämlich nicht ausreichend Nahrung für Insekten, da sie keinen oder nur sehr wenig Pollen und Nektar produzieren.

  • Für Bienen sind Klee, Adonisröschen, Primeln, Krokusse, Schneeglöckchen, Schneeheide, Christrose, Margeriten, Nelken, Lavendel, Männertreu, Strohblumen, Astern, Malve, Ackerkraut, Ackerbohne, Ringelblumen, Kornblume, Ehrenpreis, Sonnenblume, Sonnenhut, Efeu, Oregano, Herbstzeitlose, Alant, Thymian, Rosen, Prachtkerzen, verschiedene Salbeiarten, Duftsteinrich, Vanilleblume, Bartnelken, Schafsgarbe, Potulakröschen und Zwergmispel geeignet. Fleißige Bestäuber sind Bienen an Beerensträuchern und Obstbäumen, Vogelbeere, Kastanie, Linde.
  • Für Schmetterlinge und ihre Raupen kann man Kugeldistel, Liguister, Phlox, Salweiden, Baldrian, Blaustern, Schlüsselblume, Margerite, Purpurfetthenne und Neubelgische Aster wählen. Schmetterlingsflieder macht seinem Namen alle Ehre und lockt viele Tagfalter an. 
  • Für Raupen sind Fenchel, Brennnesseln und die Wilde Möhre, Sal-Weide, Blaukissen, Steinkraut, Rot-Klee, Lavendel, Thymian, Phlox, Sommerflieder, Distel, Fetthenne und Herbst-Aster ideale Futterpflanzen.
  • Für Nachtfalter kann man Geißblatt, Lerchensporn, Melisse, Fetthenne, Seifenkraut, Blutweiderich, Nachtviole, Nachtkerze, Nachtlichtnelke oder nickendes Leimkraut pflanzen.

Diese und weitere Informationen finden Sie auch hier:
https://www.muehlenbecker-land.de/muehlenspiegel/2021_04/14/

 

 

Sie sehen blühend aus!

Natürlich wollen wir allen Beteiligten die Möglichkeit geben, sich als Paten mit ihren blühenden Flächen zu präsentieren. Schicken Sie uns einfach ein Beweisbild Ihres grünen Daumens unter Nennung Ihres Namens und einer Kontaktmöglichkeit und wir präsentieren gerne das Foto auf unserer Website!

Kontakt: bluehpatenschaften(@)muehlenbecker-land.de

Der 20. Mai ist Weltbienentag!

In Brandenburg gibt es rund 26.000 Bienenvölker, die von 2.600 Imkern betreut werden. Der Landesbauernverband (LBV) weist auf die Wichtigkeit der Honigbiene für die Bestäubungen in der Landwirtschaft und im Gartenbau hin. Landwirte und Imkern sprechen sich regelmäßig über die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ab. Über Apps können außerdem Standorte von Bienenvölkern erfasst werden. Landwirte wollen 2020 zirka 5.200 Hektar an Blühmischungen anlegen - das entspricht einem 20 Meter breiten und 2.600 Kilometer langen Blühstreifen. Auf 4.900 Hektar Fläche wollen die Landwirte darüber hinaus freiwillig Ackerrandstreifen anlegen.