Gemeinde Mühlenbecker Land

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Abwasser-Vereinigungsbauwerk erneuert

Artikel vom 13.01.2020

Drehen gemeinsam den Hahn auf: Bürgermeister Filippo Smaldino, Fließtal-Geschäftsführerin Katja Richter, Leuka-Geschäftsführer Christoph Leschka und Mario Müller, Mitglied der Verbandsversammlung. (v.l.n.r.)
Drehen gemeinsam den Hahn auf: Bürgermeister Filippo Smaldino, Fließtal-Geschäftsführerin Katja Richter, Leuka-Geschäftsführer Christoph Leschka und Mario Müller, Mitglied der Verbandsversammlung. (v.l.n.r.)

Am 8. Januar hat der Zweckverband Fließtal am Berliner Ring (A10) einen Abwasser-Knotenpunkt in Betrieb genommen.

Das sogenannte Vereinigungsbauwerk, an dem vier Abwasserleitungen eintreffen und gebündelt werden, musste wegen des Autobahnausbaus erneuert werden. Gut drei Millionen Euro hat der Zweckverband in das Großprojekt investiert. 50 Prozent der Baukosten hat das Land übernommen.

Taucher verlegten Fundament

Das gesamte Abwasser aus dem Mühlenbecker Land, Glienicke und Birkenwerder kommt an dieser Stelle an und wird zum Klärwerk Schönerlinde geleitet. Dazu musste unter dem Berliner Ring eine neue Leitung errichtet werden. Hierzu setzte die beauftragte Firma Leuka Tiefbau aus Berlin einen unterirdischen Rohrvortrieb ein. Zuvor allerdings mussten zwei acht Meter tiefe wasserdichte Schächte gebaut werden. Da in dem Gebiet das Grundwasser sehr hoch steht und nicht abgepumpt werden konnte, kamen Taucher zum Einsatz, die das Fundament unter Wasser errichteten.

Unterirdische Bohrung

Anfang Dezember wurde in acht Metern Tiefe ein mit Diamanten besetzter Bohrer durch das Erdreich geschickt. „Große Findlinge lagen auf der 135 Meter langen Strecke zum Glück nicht im Weg“, blickt Leuka-Geschäftsführer Christoph Leschka erleichtert zurück. Dafür wurden eine Menge kleinerer Steine zu Tage gefördert. Diese sollen nun neben dem Vereinigungsbauwerk zu einem „Lesehaufe“ angelegt werden. In dem Stein-Biotop finden kleine Tiere Unterschlupf.

Verlegt wurde ein Stahlbetonrohr mit einem Durchmesser von einem Meter. Punktgenau kam es in dem Schacht auf der anderen Seite der Autobahn an, freut sich Geschäftsführer Leschka. In dem Rohr befindet sich das eigentliche Abwasserrohr, das bei Bedarf ausgetauscht werden kann. Wenn alle acht Pumpen in Betrieb sind, kann pro Sekunde etwa eine Badewanne voll Schmutzwasser gefördert werden.

Bei der offiziellen Inbetriebnahme am 8. Januar bedankten sich Verbandsvorsteher Filippo Smaldino, Bürgermeister im Mühlenbecker Land und Fließtal-Geschäftsführerin Katja Richter für die reibungslose Zusammenarbeit mit dem noch jungen Unternehmen, das sich erst vor sieben Jahren gegründet hat.
Geplant war das Bauwerk eigentlich nicht. Da es im Planungsgebiet für den Ausbau des Berliner Rings lag, musste es versetzt werden.