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Sicheres Oberhavel

Artikel vom 09.05.2019

Die Polizei informiert zur aktuellen Kriminalstatistik
(c) Petair - Fotolia
Die Polizei informiert zur aktuellen Kriminalstatistik
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Gute Nachrichten: Trotz steigender Einwohnerzahlen geht die Kriminalität in Oberhavel stetig zurück. Auch die Zahl Verkehrstoter ist rückläufig.

Oberhavel ist der drittsicherste Landkreis im Land Brandenburg, dies ist die Bilanz eines Pressegesprächs am Dienstag, bei dem Polizeivertreter die Sicherheitslage im Landkreis einschätzten und prognostizierten.

Die Zahl der Straftaten sinkt im Landkreis Oberhavel bei gleichzeitig steigender Einwohnerzahl seit sechs Jahren kontinuierlich. 2013 gab es noch 15.323 Strafdelikte, 2018 waren es nur noch 12.678. 2013 hatte Oberhavel 203.012 Einwohner, fünf Jahre später 211.216. Dabei passierten in Oranienburg (3.179) und Hennigsdorf (2.039) in Oberhavel 2018 die meisten, in Liebenwalde (180), Leegebruch (208) und den Gemeinden des Amtes Gransee die wenigsten.

Die Aufklärungsquote aller Straftaten lag bei 55 Prozent, 2017 wurden 51,7 Prozent der Straftaten aufgeklärt. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen ging 2018 zurück, die der tatverdächtigen Heranwachsenden und Erwachsenen hingegen nahm zu.

Fortschritte gegen Wohnungseinbrüche

Diebesdelikte nehmen nach wie vor den höchsten Anteil der Straftaten ein, im vergangenen Jahr betrug er 34,4 Prozent. Auch Brandstiftungen nahmen mit 145 erfassten Fällen einen hohen Stellenwert ein, dabei besonders die Brandserie in Freienhagen/Nassenheide. Politisch motivierte Straftaten nahmen gegenüber 2017 (214) ab (158), ebenso Gewalttaten gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte.

„Besonders erwähnenswert ist der deutliche Rückgang bei den Wohnungseinbrüchen", sagte Lars Borchardt, Leiter Polizeiinspektion Oberhavel. Im Jahr 2018 wurden 233 Wohnungseinbrüche registriert. Damit wurde der positive Trend seit 2016 (564 Einbrüche) über 2017 (365 Einbrüche) durch intensive polizeiliche Maßnahmen erfolgreich weitergeführt. Auch präventive Schritte scheinen zu wirken: Die so genannte Versuchsquote, also der Anteil der Straftaten, bei denen der oder die Täter die technischen Sicherungen nicht überwinden konnten, stieg innerhalb von zwei Jahren von 41 Prozent (im Jahr 2016) auf 47 Prozent (im Jahr 2018). Lars Borchardt betonte, dass die Polizeiinspektion Oberhavel ihr Angebot zur technischen Beratung weiterhin kostenlos anbieten wird.

Weniger Verkehrsunfälle

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle und der dabei Verletzten ging leicht zurück. Im Schnitt ereigneten sich 2018 pro Tag 16 Verkehrsunfälle in Oberhavel. Dreiviertel passierten innerhalb geschlossener Ortschaften. Bei jedem achten Verkehrsunfall gab es Personenschäden. Zwölf Menschen wurden getötet, zwei weniger als 2017.

Blaulichttag am 28. September

Die Polizeiinspektion Oberhavel nahm den Pressetermin zum Anlass, für den Blaulichttag am 28.09.2019 in Oranienburg zu werben. Dort wird unter anderen auch Einstellungsberaterin Kathrin Weingardt vor Ort sein und versuchen, Nachwuchskräfte für die Polizei zu gewinnen.