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Ein Urgestein verlässt das Rathaus

Artikel vom 03.05.2021

Bürgermeister Filippo Smaldino (rechts im Bild) überreicht Enrico Nemann zum Abschied einen Gutschein für einen Restaurantbesuch.
Bürgermeister Filippo Smaldino (rechts im Bild) überreicht Enrico Nemann zum Abschied einen Gutschein für einen Restaurantbesuch.

Ein Urgestein der Gemeindeverwaltung verabschiedete sich am Freitag in den Ruhestand. 28 Jahre lang war Enrico Neumann im Bereich Bauen und Planen tätig.

Als „Hansdampf in allen Gassen“ war der 64-Jährige auch außerhalb des Rathauses in der Gemeinde beliebt und bekannt. Wegen Corona musste der Abschied am Freitag in kleinem Kreis und mit Abstand erfolgen.

Sobald die Pandemie es erlaube, wolle er sich aber noch einmal gebührend von allen KollegInnen, Vertretern von Planungsbüros und Wegbegleitern aus der Politik mit einem zünftigen Empfang verabschieden, versprach der scheidende Fachdienstleiter, der das Rathaus „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ verlässt. „Die Arbeit hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Ich bin immer gerne ins Rathaus gekommen.“ Auch die Kolleginnen und Kollegen werde er vermissen.

Mit ihm geht im Rathaus eine Ära zu Ende. Entsprechend emotional war dann auch sein letzter Tag in der Gemeinde.

Seit Beginn seiner Dienstzeit 1993 im damaligen Amt Schildow war Enrico Neumann in unterschiedlichen Funktionen im Bau und Planungsamt beschäftigt und u.a. an Planfeststellungsverfahren für Energietrassen, Schienenwege und für die A 10 beteiligt.

Zu seinen „Herzensprojekten“ zählt der gelernte Agrar-Ingenieur, der nach der Wende als Quereinsteiger in die Verwaltung kam, den Erhalt der Zehn-Ruten-Weg-Brücke und die Planung der Ortsdurchfahrt Mühlenbeck. Dass er deren Bau und Fertigstellung nun als Verwaltungsangestellter nicht weiter begleiten kann, stimmt ihn ein wenig traurig.

Verdient gemacht hat Enrico Neumann sich auch im Personalrat der Gemeindeverwaltung. Mitglied bereits seit 2002, übernahm er von 2006 bis 2018 sogar den Vorsitz der Interessenvertretung für die Kolleginnen und Kollegen.

Jetzt freue er sich aber auf den Ruhestand und wolle sich ganz seiner Familie und den 6 Enkelkindern widmen, sagt der gebürtige Oranienburger, der seinen Lebensmittelpunkt seit 1980 in Germendorf hat.