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Heute ist der Internationaler Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen

Artikel vom 25.11.2020

Heute ist der Internationaler Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen
Noch immer ist Gewalt gegen Frauen ein Tabuthema. Betroffene schweigen oft. Die Scham ist zu groß, oder die Angst, die Angst um das eigene oder das Leben ihrer Kinder.
 
Frauen sind am häufigsten von häuslicher Gewalt betroffen. Im Jahr 2019 gab es laut der polizeilichen Kriminalstatistik in Brandenburg insgesamt 4.184 Opfer bzw. Geschädigte, davon waren 3.008 weiblichen Geschlechts (Quelle: Lagedarstellung Häusliche Gewalt im Land Brandenburg Jahr 2019).
Die offizielle Statistik spiegelt das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen allerdings nicht wider, da von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Das Land Brandenburg hat ein landesweites Netz von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und Zufluchtswohnungen. 21 Schutzeinrichtungen bieten bei akuter Bedrohung Zuflucht. 511 Frauen und 648 Kinder fanden im Jahr 2019 dort Schutz. Zusätzlich ließen sich dort mehr als 2.800 Frauen beraten.
https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/frauen/frauen-vor-gewalt-schuetzen/
 
Gewalt gegen Frauen ereignet sich weltweit täglich und in verschiedenen Formen. Es werden dazu psychische, physische und sexuelle Gewalt gerechnet. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) benennt Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen weltweit. In den vergangenen Jahrzehnten stieg die Sensibilität bezüglich Gewalt gegen Frauen stark an, was zu einer sich verringernden Dunkelziffer führte. In jüngster Zeit förderten auch Social Media-Bewegungen wie #MeToo diese Entwicklung. Zu Gewalt gegen Frauen zählen neben der häuslichen Gewalt auch Vergewaltigungen, Zwangsheiraten, Genitalverstümmmelungen sowie Säureattentate, Menschenhandel und Zwangsprostitution.
 
Seit 1999 jährlich
Jedes Jahr wird am 25. November weltweit mit vielen verschiedenen Aktionen auf die gegen Frauen ausgeübte Gewalt aufmerksam gemacht. Aus diesem Anlass startet auch die Opferhilfe Land Brandenburg e.V. eine Plakataktion, wo sie auf die medizinische Soforthilfe und vertraulichen Spurensicherung hinweist. Denn noch viel zu wenig Menschen wissen von diesen Möglichkeiten. So bieten seit 2015 landesweit vier Schwerpunktkliniken medizinische Soforthilfe und vertrauliche Spurensicherung nach Vergewaltigung an. Wenn Betroffene nicht sofort eine Anzeige bei der Polizei erstatten, können Sie dort die Tatspuren sichern lassen und bei einer späteren Anzeigenerstattung auf das Beweismaterial zurückgreifen. Zu den beteiligten Kliniken gehören das Klinikum Frankfurt/Oder, die Ruppiner Kliniken in Neuruppin, das Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus und das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam. www.opferhilfe-brandenburg.de
 
Landesweites Hilfsnetzwerk
Außerdem hat das Land Brandenburg ein landesweites Netz von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und Zufluchtswohnungen. 21 Schutzeinrichtungen bieten bei akuter Bedrohung Zuflucht. Die Adressen von Frauenhäusern und Notunterkünften sind aus Sicherheitsgründen geschützt. Eine Kontakt-Übersicht finden Sie hier:
https://service.brandenburg.de/lis/detail.php?id=16061&template=lis_adressen_tab&_sortfolge=sortierer,title&__ariadne=&__ariadne=;16061
 
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen"
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben.
 
Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung erhalten Betroffene Unterstützung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr in Deutsch und 17 weiteren Sprachen (Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Polnisch, Persisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch und Vietnamesisch).
Betroffene werden anonym und kostenfrei beraten.
 
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen
08000 116 016
 


Zusätzliche Kontakte:
 
Hilfetelefon „Schwangere in Not“
In besonders problematischen Situationen bietet das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ unter der Rufnummer 0800 40 40 020 bundesweit kostenlos anonyme Beratung.
 
Telefonseelsorge
Die Telefonseelsorge steht rund um die Uhr Menschen bei seelischen Problemen als Ansprechpartnerin kostenfrei zur Verfügung.
Die Telefonseelsorge ist unter den kostenlosen Rufnummern 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 bundesweit erreichbar, täglich rund um die Uhr auch an Sonn- und Feiertagen.